Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/linux-grafiktreiber-unterstuetzt-nvidia-wayland-und-mir-1310-101972.html    Veröffentlicht: 04.10.2013 15:55    Kurz-URL: https://glm.io/101972

Linux-Grafiktreiber

Unterstützt Nvidia Wayland und Mir?

Der aktuelle Linux-Beta-Treiber von Nvidia unterstützt das EGL-API. Dieses ist Voraussetzung für die Verwendung der Displayserver Wayland und Mir. Offiziell unterstützt wird aber weiterhin nur X11.

Es könnte ein erstes vages Zeichen dafür sein, dass Nvidia mit seinen proprietären Linux-Grafiktreibern die Displayserver Wayland und Mir unterstützen wird: Die aktuelle Beta-Version des Treibers unterstützt das EGL-API. Diese Grafikschnittstelle ist eine grundlegende Voraussetzung für die Verwendung der Displayserver.

Offiziell unterstützt Nvidia aber weiterhin nur das X11-Fenstersystem und hebt dies auch explizit in der Ankündigung hervor. Zudem läuft das API nur auf 32-Bit-Systemen, als Client-APIs können OpenGL ES 1.1, 2.0, 3.0 verwendet werden.

Mit dem neuen Treiber können außerdem mehrere Nvidia-Kernel-Module gleichzeitig verwendet werden, wodurch die im System vorhandenen GPUs einzelnen Modulen zugewiesen werden können. Zudem ist es mit dem Treiber nun möglich, einen X-Server zu starten, ohne dass ein Display angeschlossen sein muss. Das ist hilfreich für Randr-Konfigurationen, bei denen das Display später an die Grafikkarten angeschlossen werden soll.

Auf einigen Grafikkarten kann darüber hinaus die Geschwindigkeit des Lüfters über den eingebauten Drehzahlmesser an die Nvidia-Einstellungen oder das NV-Control-API ausgegeben werden. Bisher konnte nur die vom Treiber selbst festgelegte Geschwindigkeit dargestellt werden.

Der Treiber verfügt nun auch über einen System-Speicher-Cache, der einige Renderoperationen des X-Servers beschleunigen soll. Die Installationsroutine wurde ebenfalls überarbeitet und erlaubt nun die Darstellung längerer Texte, die scrollbar sind. Ebenso wird mit dem Treiber nur dann die Bibliothek Libvdpau installiert, falls diese noch nicht im System vorhanden ist. Diese Funktion lässt sich allerdings überschreiben.

Der Linux-Beta-Treiber 331.13 von Nvidia steht ab sofort zum Download über die Unternehmenswebseite bereit.  (sg)


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