Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/freies-strategiespiel-freeciv-2-4-veroeffentlicht-1309-101629.html    Veröffentlicht: 17.09.2013 08:18    Kurz-URL: https://glm.io/101629

Freies Strategiespiel

Freeciv 2.4 veröffentlicht

Das Freeciv-Team hat nach zweijähriger Entwicklungsarbeit die Version 2.4 des freien Civ-Nachbaus freigegeben. Spieler können sich auf mehr als zehnmal so großen Karten austoben.

Etwas mehr als zwei Jahre haben die Entwickler an Freeciv 2.4 gefeilt. Jetzt hat das Freeciv-Team ihr Ergebnis als finale Version freigegeben. Die Größe der Karten wurde deutlich erhöht. Ein neuer Client auf Basis von Gtk3 liegt der aktuellen Version als Beta bei. Für die nächste Version ist eine Qt-Variante geplant.

Statt wie bisher 128.000 Kacheln können Freeciv-Karten nunmehr theoretisch 2.048.000 Kacheln enthalten. Die maximale lineare Ausdehnung wurde von 512 auf 32.768 erhöht. Über eine neue Funktion namens "map image" lässt sich die Übersichtskarte als Bilddatei speichern. Die Funktion ersetzt die bisherige Ppm-Variante und speichert mehr Informationen, etwa Einheiten, Städte oder Grenzen. Die automatische Speicherung erfolgt serverseitig pro Runde, kann aber auch aus dem Client heraus ausgelöst werden. Daraus lässt sich mit dem Shellscript "mapimg2anim" eine Animation erstellen.

Gtk+3- und Qt-Clients

Der auf Version 3 von Gtk+ basierende Client gilt noch als experimentell, ist aber von der Funktionalität her mit dem auf Gtk+2 basierenden Vorgänger identisch. Wird die neue Version das erste Mal gestartet, werden Einstellungen aus dem alten Client importiert, danach aber unabhängig voneinander gespeichert. Außerdem weisen die Entwickler darauf hin, dass es im Code bereits einen Hinweis auf eine Qt-Variante gibt. Einen entsprechenden Client wird es allerdings frühestens mit der nächsten Version 2.5 geben.

Auf dem Server lassen sich Lua-Skripte aus einer Datei über den Befehl /lua file einlesen. Alternativ kann über /lua cmd ein Befehl direkt abgesetzt werden. Lua-Befehle können auch in der Konsole des Clients abgegeben werden. Dort gibt es allerdings noch kein umfassendes API, das angesprochen werden kann. Immerhin lassen sich mit Lua Daten des aktuellen Spiels auslesen. Damit könnte beispielsweise ein Rechner für Handelsrouten erstellt werden, schreiben die Entwickler.

KI-Verbesserungen

Die KI wurde ebenfalls verbessert. So bringen sich die Arbeiter in Sicherheit, wenn feindliche Einheiten in der Nähe einer Stadt auftauchen, in der keine Einheit zum Schutz stationiert ist. Defensive Einheiten werden nicht mehr so schnell von flüchtenden feindlichen Einheiten aus einer Stadt gelockt. Gleichzeitig bauen bedrohte Städte statt Stadtmauern militärische Einheiten zu ihrem Schutz. Außerdem plant die KI die Gründung neuer Städte und den Bau eines Eisenbahnnetzes besser.

Eine Übersicht aller Änderungen haben die Entwickler auf der Webseite des Projekts zusammengefasst. Der Quellcode steht dort zum Download bereit. Ein vollständiges Changelog gibt es ebenfalls.  (jt)


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