Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bmw-i8-schicker-hybridsportwagen-mit-scherentueren-1309-101591.html    Veröffentlicht: 13.09.2013 17:22    Kurz-URL: https://glm.io/101591

BMW i8

Schicker Hybridsportwagen mit Scherentüren

2009 hat BMW auf der Automobilmesse in Frankfurt das Konzept für einen Sportwagen mit Hybridantrieb vorgestellt. Vier Jahre später ist aus der Studie ein schickes Serienfahrzeug geworden.

Der Sportwagen der Zukunft hat nach Ansicht des Münchner Autoherstellers BMW einen Hybridantrieb. Er heißt i8, hat Scherentüren und ist auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt zu besichtigen (Halle 11.0, Stand A01).

Der BMW i8 ist der erste Plugin-Hybrid von BMW. Das Auto wird von zwei Motoren angetrieben: einem kompakten Drei-Zylinder-Turbomotor mit einer Leistung von 170 kW (231 PS), der auf die Hinterachse wirkt, und einem 96-kW-Elektromotor (131 PS) auf der Vorderachse.

Rückgewinnung von Bremsenergie

Als Stromspeicher dient ein Lithium-Ionen-Akku, der im Mitteltunnel untergebracht ist. Er ist flüssigkeitsgekühlt und hat eine Kapazität von 5 kWh. Er kann an einer herkömmlichen Steckdose geladen werden. Nach etwa 2,5 Stunden stehen 80 Prozent der Kapazität zur Verfügung. An einer speziellen Wallbox, die BMW anbietet, geht das etwa eine halbe Stunde schneller. Zudem wird der Akku durch die Rückgewinnung von Bremsenergie geladen.

Wie bei Porsches Hybridsportwagen 918 Spyder kann der Fahrer auch beim i8 die Antriebe kombinieren und zwischen verschiedenen Fahrmodi auswählen: Der i8 kann rein elektrisch betrieben werden. Die Reichweite beträgt dann etwa 35 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 120 Kilometer pro Stunde (km/h) begrenzt.

Fahren im Hybridmodus

In den Modi Comfort und Eco Pro fährt das Auto im Hybridmodus - im unteren Geschwindigkeitsbereich, etwa in der Stadt, rein elektrisch. Bei höherem Tempo oder bei niedrigem Akkuladestand springt automatisch der Verbrennungsmotor an. Im Sportmodus schließlich stehen Schnelligkeit und Dynamik im Vordergrund. Der Elektromotor wird dabei in erster Linie zur Beschleunigung benutzt.

Wie der Elektro-Pkw i3, den BMW ebenfalls auf der IAA präsentiert, ist auch der i8 zweistufig aufgebaut: Im Aluminiumchassis sind die Motoren, das Getriebe, die Steuerelektronik sowie der Akku untergebracht. Die Passagiere - Platz ist für vier Mitfahrer - sitzen in einer Fahrgastzelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Die Bauweise ermöglicht ein vergleichsweise niedriges Gewicht und eine hohe Stabilität, also Sicherheit.

Normverbrauch von 2,5 Litern

Der i8 sei "unsere Vision vom Sportwagen der Zukunft", sagt Manuel Sattig, Projektmanager von BMWi, im Gespräch mit Golem.de. Das Auto entspreche der Idee von Nachhaltigkeit von BMWi: Es sei ein Sportwagen, "der auf der einen Seite sehr hohe Performancewerte liefert, aber auf der anderen das Thema Effizienz und Nachhaltigkeit bis zum Maximum führt": Der i8 beschleunige in 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit sei auf 250 km/h begrenzt. Der Normverbrauch liege bei 2,5 Litern Treibstoff auf 100 Kilometer.

Auf der IAA 2009 hatte BMW eine Konzeptversion des i8 unter der Bezeichnung Vision Efficient Dynamics vorgestellt. Zwei Jahre später führten die Münchner die Marke BMWi ein, unter der sie Autos mit alternativen Antrieben vermarkten wollen. In diesem Jahr sind die beiden Fahrzeuge i3 und i8 serienreif. Der Hybridsportwagen soll 126.000 Euro kosten. Er soll in diesem Jahr erhältlich sein.  (wp)


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