Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/deutsche-telekom-in-jedem-alter-koennen-mitarbeiter-neue-aufgaben-uebernehmen-1309-101356.html    Veröffentlicht: 03.09.2013 18:12    Kurz-URL: https://glm.io/101356

Deutsche Telekom

In jedem Alter können Mitarbeiter neue Aufgaben übernehmen

Die Telekom verabschiedet sich vom Vorruhestand. Ältere Beschäftigte können in Teilzeit gehen und Weiterbildungen besuchen. Sie sollen zusammen mit 6.000 Auszubildenden die Netzoffensive umsetzen.

Die Personalchefin der Deutschen Telekom, Marion Schick, setzt beim Netzausbau für die nächsten Jahre auf ein Team von 6.000 Auszubildenden und 6.000 älteren Mitarbeitern. Das hat Schick am 3. September 2013 erklärt. "6.000 junge Menschen werden bis 2015 von uns selbst ausgebildet, und zwar so, dass sie im Konzern die Berufe wechseln können. Nahezu jeder, der seine Ausbildung beendet, soll auch ein Jobangebot bekommen", sagte Schick.

Auf der heutigen Veranstaltung Netzoffensive in Berlin holte die Telekom einzelne Mitarbeiter auf die Bühne und ließ sie über ihre Tätigkeit beim Netzausbau berichten.

"Etwas ältere Beschäftigte bleiben länger im Unternehmen, über Altersteilzeit. Wir haben bereits 1.800 Altersteilzeitmodelle, die statt Vorruhestand vereinbart wurden. Die machen zusammen mit den Jungen den Breitbandausbau in Deutschland", erklärte Schick. Auch Mitarbeiter aus dem Kundenservice kämen dabei in den technischen Bereich, Alt und Jung arbeiteten Hand in Hand.

Die Telekom habe in der Vergangenheit deutlich über ihren Bedarf hinaus ausgebildet. Nun würden 150 Millionen Euro pro Jahr ausschließlich in die Weiterbildung investiert. "Wer hofft, über 40 sei das vorbei, hat sich getäuscht. In jedem Alter können Mitarbeiter neue Aufgaben übernehmen. Auch Beschäftigte über 55 Jahre werden im Tandem mit jungen weitergebildet."

Moderne Personalpolitik bedeute, Menschen nicht für eine einzige Tätigkeit auszubilden und einzustellen, sondern einen internen Marktplatz zu schaffen, den die Einzelnen über ein IT-Tool selbst steuern könnten. Der Konzern hat in Deutschland 120.000 Beschäftigte.

Beschäftigung solle im Unternehmen gehalten werden. Wer weiterlerne und flexibel sei, habe dort langfristige Chancen. "Darum reduzieren wir externe Vergaben, und halten sie mehr im Unternehmen", so die Personalchefin.  (asa)


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