Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/rise-of-venice-stufenlos-zoomendes-renaissance-mittelmeer-1308-101202.html    Veröffentlicht: 26.08.2013 17:18    Kurz-URL: https://glm.io/101202

Rise of Venice

Stufenlos zoombares Renaissance-Mittelmeer

Schicke Grafik und die Tugenden einer klassischen deutschen Handelssimulation soll Rise of Venice bieten - kein Wunder, ein Teil des Entwicklerteams hat früher bei Ascaron gearbeitet.

Heute ist Venedig vor allem eine Touristenattraktion. Zur Zeit der Renaissance war die Stadt am Mittelmeer eines der wichtigsten Handels- und Kulturzentren. In Rise of Venice sollen Spieler in diese Epoche eintauchen können, indem sie ihr eigenes Imperium errichten. Das PC-Handelsspiel entsteht bei den zu Kalypso Media gehörenden Gaming Minds Studios in Gütersloh. Viele Entwickler haben früher an Ascaron-Klassikern wie Der Patrizier und Port Royal mitgearbeitet.

Ein Hingucker ist die Grafik: Der Spieler kann stufenlos von der westeuropäischen Gesamt-Kartenansicht auf eine Kamera umschwenken, die den Hafen von Venedig und andere Städte zeigt. Das ist besonders praktisch, wenn sich Mikro- und Makro-Managementfunktionen abwechseln, etwa der Klick auf ein Kontor und das Einrichten von Handelsrouten - was in der präsentierten Version auf der Gamescom 2013 alles einen sehr aufgeräumten und durchdachten Eindruck hinterlassen hat.

Wer auch politisch ein Wörtchen mitreden möchte in Venedig, kann sich in eines der Stadtämter wählen lassen - muss dafür aber eine Mehrheit im Senat finden. Dabei ist viel Taktik gefragt: Wer etwa die eine, besonders weltoffene Familie durch das Eröffnen von Handelskontoren in allen anderen Metropolen überzeugt hat, kann gerade dadurch das Wohlwollen eines anderen Hauses verlieren. Zwar gibt es auch die Möglichkeit, die Mächtigen zu bestechen - das ist aber relativ teuer und eher dafür gedacht, ein oder zwei noch fehlende Prozentpunkte im letzten Moment einzukaufen.

Neben dem klassischen Handel mit Waren und der Politik gibt es noch weitere Möglichkeiten, sich Macht und Einfluss zu sichern: Etwa durch Seeschlachten, aber auch durch den Aufbau eines weitverzweigten Familiennetzwerks. Wer dann etwa einen Verwandten aus seinem Stammbaum als Kapitän anheuert, bekommt besonders treue Angestellte.

Die Grafik macht jenseits der Kartenfunktion einen schönen Eindruck, allerdings können die Städte nicht wachsen. Stattdessen wird der vorhandene Platz mit der Zeit immer aufwendiger bebaut. Laut Kalypso Media soll Rise of Venice noch vor Ende 2013 für Windows-PC erscheinen.  (ps)


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