Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/play-store-googles-neue-regeln-fuer-android-apps-und-werbung-1308-101179.html    Veröffentlicht: 24.08.2013 13:26    Kurz-URL: https://glm.io/101179

Play Store

Googles neue Regeln für Android-Apps und Werbung

Google hat das Regelwerk für Entwickler von Android-Apps überarbeitet. Werbeeinblendungen werden nun stärker reglementiert. Dadurch soll der Einsatz werbefinanzierter Android-Apps für den Nutzer komfortabler werden.

Google will die Nutzung des Play Stores und den Einsatz werbefinanzierter Android-Apps für den Anwender angenehmer machen. Dafür hat Google die Richtlinien für Entwickler überarbeitet.

Vor allem für die Anzeige von Werbung gibt es ein neues Regelwerk. Werbung via Airpush wird fast komplett verboten. Das bedeutet, die meisten Android-Apps dürfen keine Werbung mehr im Android-Benachrichtigungsbereich anzeigen. Allerdings nannte Google auch gleich einige Ausnahmen, womit das Verbot etwas konterkariert wird. So dürfen etwa Apps einer Fluggesellschaft weiterhin per Benachrichtigung auf Angebote hinweisen und auch Spiele dürfen so weiter auf Aktionen aufmerksam machen.

Werbung muss eindeutig einer App zugeordnet werden können

Allgemein müssen alle Werbeeinblendungen nun eindeutig einer App zugeordnet werden können. Bisher gab es durchaus Werbeformen, bei denen der Nutzer die auslösende App nicht klar identifizieren konnte. Wer sich von den Werbeeinblendungen gestört fühlte, musste zunächst mit viel Aufwand die fragliche App ausmachen, um sie deinstallieren zu können.

Zudem dürfen Android-Apps bildschirmfüllende Werbung nur noch dann anzeigen, wenn der Nutzer diese mit einem ausreichend dimensionierten Schließsymbol beenden kann. Dabei dürfen dem Nutzer der App keine Nachteile entstehen, wenn er die Werbung schließt. Auch darf eine App den Anwender nicht zwingen, personenbezogene Daten anzugeben.

Außerdem dürfen Android-Apps ungefragt keine Verknüpfungen mehr auf dem Startbildschirm ablegen, keine Lesezeichen im Browser hinzufügen und keine Systemeinstellungen mehr ändern, ohne dass der Nutzer dies ausdrücklich genehmigt. Das gilt auch für das Umsortieren der Apps auf dem Startbildschirm. All diese Aktionen müssen zudem vom Nutzer ohne großen Aufwand rückgängig gemacht werden können.

Entwickler haben nun 30 Tage Zeit, ihre Apps daraufhin zu prüfen, ob sie die neuen Play-Store-Richtlinien einhalten. Wenn eine App danach noch gegen die Regeln verstößt, kann sie aus dem Play Store entfernt werden. Wer eine App nutzt, die gegen die neuen Regeln verstößt und nicht entsprechend aktualisiert wird, hätte von den Änderungen in einem solchen Fall allerdings nichts. Dann bliebe ihm nur, die betreffende App zu löschen und auf sie zu verzichten oder sich einen Ersatz zu suchen.  (ip)


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