Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/motorola-moto-x-wortfilter-verbietet-gravur-mehrerer-markennamen-1308-101067.html    Veröffentlicht: 19.08.2013 13:36    Kurz-URL: https://glm.io/101067

Motorola Moto X

Wortfilter verbietet Gravur mehrerer Markennamen

Motorola verwendet einen Wortfilter, damit bestimmte Markennamen nicht auf das Moto-X-Gehäuse graviert werden. Apple, Google und Samsung sind verboten, Facebook, iPhone und OS X sind hingegen möglich. Sätze mit dem Wort Apple lassen sich auch nicht gravieren.

In den USA können sich Käufer eines Moto X das Android-Smartphone von Motorola gravieren lassen. Wie The Verge berichtet, nutzt Motorola einen Wortfilter, so dass sich etliche Begriffe nicht auf das Gehäuse schreiben lassen. Neben Schimpfwörtern und vulgären Begriffen sind es auch bekannte Markennamen, die der Wortfilter nicht durchlässt.

Bekannt ist derzeit, dass sich unter anderem die Firmennamen Apple, Google und Samsung nicht auf das Moto-X-Gehäuse gravieren lassen. Vor allem die Sperrung von Google ist erstaunlich, ist doch Motorola ein Tochterunternehmen des Internetkonzerns. Sogar der Begriff Droid ist nicht erlaubt, der in den USA für Motorola-Geräte verwendet wird, die vom US-Mobilfunknetzbetreiber Verizon vermarktet werden. Der Filter sorgt dafür, dass sich nicht einmal Sätze mit dem Wort Apple auf das Gerät gravieren lassen. Das gilt auch für Sprichwörter, in denen der Begriff Apple auftaucht.

Sorgt sich Motorola vor Klagen?

Es wird vermutet, dass Motorola hier übervorsichtig ist und Angst vor Klagen wegen Markenrechtsverletzungen hat. Dabei arbeitet dieser Filter aber wohl lückenhaft, denn eine Gravur mit der Bezeichnung Facebook oder iPhone beanstandet Motorola nicht. Auch die Begriffe OS X oder WebOS seien möglich, heißt es laut The Verge. OS X bezeichnet Apples Betriebssystem und WebOS ist das von Palm entwickelte Mobilbetriebssystem.

Motorola selbst hat keine Stellungnahme dazu abgegeben, aus welchen Gründen es den Wortfilter gibt. Es ist laut The Verge eher unwahrscheinlich, dass ein Unternehmen gezielt einzelne Kunden eines Geräts verklagt, weil sich darauf ein Name befindet, der die Markenrechte der Firma verletzt. Es wird darauf verwiesen, dass auch Apple für einige iPod-Modelle eine Gravurfunktion angeboten hatte, ohne dass ein solcher Wortfilter aktiviert wurde. Und es ist kein Fall bekannt, dass ein iPod-Besitzer deswegen verklagt wurde.

Das Moto X kann Ende dieser Woche in den USA mit einer Gravur bestellt werden. US-Medien hatten wohl vorab die Möglichkeit, die Gravurbestellfunktion auszuprobieren.

Nachtrag vom 20. August 2013, 8:09 Uhr

Motorola wird die Gravurfunktion für das Moto X doch nicht Ende dieser Woche anbieten,wie Androidcentral mit Verweis auf den Hersteller berichtet. Einen Grund für die Verzögerung hat Motorola nicht genannt. Es ist auch nicht bekannt, ab wann Kunden die Gravurfunktion nutzen können.

Nachtrag vom 20. August 2013, 13:25 Uhr

Motorola begründete The Verge die verzögerte Bereitstellung der Gravurfunktion mit Qualitätsproblemen. Das Unternehmen hofft, die Probleme bald in den Griff zu bekommen.  (ip)


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