Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/pirate-bay-pirate-browser-umgeht-internetsperren-1308-100919.html    Veröffentlicht: 12.08.2013 11:50    Kurz-URL: https://glm.io/100919

Pirate Bay

Pirate Browser umgeht Internetsperren

Zum zehnjährigen Bestehen hat Pirate Bay den Pirate Browser vorgestellt, der die Internetsperren gegen Filesharing in vielen Ländern umgehen soll. Die Firefox-Variante sei aber nur ein erster Schritt zu einem Bittorrent-Browser.

Das Team von Pirate Bay hat zum zehnten Jahrestag den Pirate Browser vorgestellt, der helfen soll, Internetsperren zu umgehen. In Ländern wie Großbritannien, den Niederlanden, Italien, Belgien, Finnland, Dänemark, Irland, Iran und Nordkorea gibt es Gerichtsbeschlüsse, nach denen Internet Service Provider den Bittorrent-Indizierer sperren müssen.

In der Ankündigung heißt es im Pirate-Bay-Blog: "Es ist ein einfacher One-Click-Browser, der Zensur und Blockaden umgeht und die Website sofort verfügbar und zugänglich macht. Es gibt keine Adware, Symbolleisten oder anderen Mist, nur einen vorkonfigurierten Firefox-Browser."

Der Pirate Browser ist ein Firefox 23 im Bundle mit dem Tor-Client Vidalia und einer Proxy-Konfigurationen, um die Datenzeiten zu verkürzen. Dazu kommt Foxyproxy, eine Firefox-Erweiterung, die URL-Zugriffe automatisch über einen oder mehrere Proxy-Server leitet. Es gehe dabei nicht um anonyme Internetnutzung, sondern einfach um eine Umgehung der Internetsperren, so die Pirate-Bay-Betreiber.

Wie das Onlinemagazin Torrentfreak berichtet, ist der Pirate Browser nur für Windows verfügbar, Versionen für Mac und Linux sollen in Kürze folgen. Der Pirate Browser ist demnach nur ein erster Entwicklungsschritt. Die Betreiber arbeiten an einem Bittorrent-Browser, der den Nutzern erlauben soll, Pirate Bay und andere Seiten selbst zu speichern und zu verbreiten. Eine Abschaltung durch Regierungen wäre so nicht mehr möglich. Eine erste Version der Software soll bereits getestet werden. Ein Erscheinungstermin steht jedoch noch nicht fest.  (asa)


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