Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/test-halo-spartan-assault-das-halo-universum-auf-dem-touchscreen-1307-100557.html    Veröffentlicht: 23.07.2013 14:15    Kurz-URL: https://glm.io/100557

Test Halo Spartan Assault

Das Halo-Universum auf dem Touchscreen

Der neue Halo-Serienableger heißt Spartan Assault und erscheint nicht für die Xbox 360, sondern exklusiv für Windows 8 und Windows Phone 8. Das Spiel präsentiert sich sehr unkompliziert - zumindest für alle, die über einen Touchscreen verfügen.

Spartan Assault erzählt eine Geschichte, die zwischen Halo 3 und 4 angesiedelt ist und den Krieg zwischen Menschheit und den außerirdischen Covenant aufgreift. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Commander Sarah Palmer oder eines Spartan namens Davis und muss sich in 25 Missionen im Kampf gegen die Aliens beweisen - wobei es in jeder Mission unterschiedliche Ziele gibt, die von der Zerstörung aller Feinde bis hin zur Eskorte eines wichtigen Transports reichen.

Das von 343 Industries und Vanguard Games entwickelte Programm ist als Topdown-Shooter inszeniert, der sich deutlich weniger taktisch gibt als die Konsolenbrüder. Die Bedienung funktioniert auf Touchscreens wie einem Lumia 925 und einem Surface RT sehr gut. Zwei virtuelle Analogsticks links und rechts dienen zum Bewegen und Schießen. Weil sich die Bedienelemente mit den Fingern mitbewegen, funktioniert die Steuerung von Spielfigur und Fahrzeugen außerordentlich gut - es ist praktisch nicht möglich, abzurutschen.

Das Lob gilt wirklich nur für den Touchscreen, denn wer auf einem Windows-8-PC antritt, muss derzeit noch auf die Bedienung via Tastatur und Maus ausweichen, die nur unzureichend umgesetzt ist. Unterstützung für Dualstick-Controller soll es erst später per Update geben.

Die Action sieht gut aus, bleibt meist flüssig und bietet kaum Zeit zum Verschnaufen - zumal ein ganzes Arsenal an Waffen, Granaten und diversen Extras zur Verfügung steht. Das Spiel belohnt erfolgreiche Aktionen mit Punkten, die wiederum in besseres Equipment umgetauscht werden können. Wer ungeduldig ist oder schnell über mehr Feuerkraft verfügen will, kann allerdings auch Inapp-Käufe tätigen - gegen echtes Geld, versteht sich. Diese Käufe sind aber nicht notwendig, um die Missionen erfolgreich zu beenden.

Ärgerlicher sind andere Dinge. Etwa, dass sich Spielstände zwar über mehrere Windows-8-Geräte synchronisieren lassen, der Spieler den Titel aber trotzdem für Windows 8 und Windows Phone 8 getrennt (also zweimal) erwerben muss, wenn er auf beiden Geräten spielen will. Auch unschön: Derzeit werden nur Windows-Phone-8-Geräte mit 1 GByte RAM unterstützt. Eine Version für Hardware mit 512 MB Speicher ist laut Microsoft ab August 2013 erhältlich.

Für Windows 8 kostet Halo Spartan Assault 5,99 Euro, für Windows Phone 8 sind 6,49 Euro fällig. Eine kostenlose Testversion ist nicht verfügbar.

Fazit

Beeindruckende Technik, motivierendes Gameplay und - zumindest auf Touchgeräten - eine gut gelöste Bedienung machen Halo Spartan Assault zu einem erfreulichen Spin-off der berühmten Reihe. Vor allem auf Windows-Phone-8-Geräten gehört der Titel zu den Vorzeigespielen, auch wenn er nicht so herausragend und außergewöhnlich ist, dass man sich deswegen ein Windows-8-Gerät zulegen müsste. Wer bereits über die nötige Hardware verfügt, sollte sich das Spiel aber anschauen.  (tw)


Verwandte Artikel:
Halo Wars 2 im Test: Echtzeit-Strategie für Supersoldaten   
(20.02.2017, https://glm.io/126272 )
Ohne Master Chief: Halo Spartan Assault kommt für PC, Smartphone und Tablet   
(04.06.2013, https://glm.io/99608 )
Xbox Game Pass: Monatsabo gilt auch für bestimmte Windows-10-Spiele   
(25.01.2018, https://glm.io/132380 )
Into the Breach im Test: Strategiespaß im Quadrat   
(02.03.2018, https://glm.io/133111 )
Monster Hunter World im Test: Das Viecher-Fleisch ist jetzt gut durch   
(26.01.2018, https://glm.io/132389 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/