Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/verschluesselung-gpg4win-2-2-0-soll-outlook-2013-unterstuetzen-1307-100496.html    Veröffentlicht: 21.07.2013 11:11    Kurz-URL: https://glm.io/100496

Verschlüsselung

Gpg4win 2.2.0 soll Outlook 2013 unterstützen

Für Gpg4win 2.2.0 sind unter anderem die Unterstützung für Windows 8 und Outlook 2013 geplant. In der kürzlich veröffentlichten Beta gibt es bereits Funktionen für Outlook 2010. Zudem soll die portable Version von Gnupg in das Kryptographie-Werkzeugpaket integriert werden.

Gpg4win soll künftig mit Outlook 2010 und 2013 sowie unter Windows 8 funktionieren. Zudem soll die portable Version von Gnupg mit Kleopatra zusammenarbeiten. Das sind die Pläne für Version 2.2.0 des Kryptographie-Werkzeugpakets, dessen Beta 2.2.0 in der vergangenen Woche erschienen ist.

Das Outlook-Plugin sei ein Zugeständnis an die vielen Anwender, die Outlook 2010 nutzen wollten. Auf diese Funktionen warteten Anwender bereits seit langer Zeit, sagte Emanuel Schütze von Intevation Golem.de. In der Beta wurde bereits eine rudimentäre Unterstützung für Outlook 2010 umgesetzt. Im Gpgol-Ribbon und über das Kontextmenü lassen sich E-Mail-Inhalte ver- und entschlüsseln und verschlüsselte Anhänge ebenfalls entschlüsseln und speichern. Später sollen E-Mails noch signiert werden können und eine Signaturprüfung soll hinzukommen. Gegenwärtig müssen Anhänge noch separat verschlüsselt werden, etwa über Kleopatra. Auch das soll in künftigen Versionen automatisiert werden.

"Die Unterstützung für Outlook 2010 läuft in der Beta noch nicht vollständig, das kommt erst noch. Sie können bereits verschlüsseln, aber noch nicht signieren. Es ist auch schon möglich, einen E-Mail-Body zu verschlüsseln und wieder zu entschlüsseln", erklärte Schütze.

Portables Gnupg integriert

"Die Idee für die portable Version ist, dass der Nutzer seine Zertifikate mit sich führen kann, um von da aus gleich Dateien zu verschlüsseln." Gnupg Portable gab es bereits, aber nicht als Teil von Gpg4win. "Es ist die erste offizielle Version, die Gnupg Portable mit Kleopatra mitbringen soll, um eine einfache Möglichkeit zu haben, Zertifikate auch zu verwalten."

Das Plugin für Microsofts Explorer Gpgex sei ebenfalls grundlegend angepasst worden. Die Software sei endlich 64-Bit-konform geworden, samt der ganzen Bibliothek, die darunter liege, sagte Schütze.

In Gnupg 2.2.0 Beta lassen sich außerdem Passphrasen über die Zwischenablage einfügen. Das Gnupg-Backend wurde außerdem so angepasst, dass es als Ersatz für Puttys Authentifizierungswerkzeug Pageant genutzt werden kann, samt Smartcard-Unterstützung.

Die Beta steht auf der Webseite des Projekts zum Download bereit. Eine Installationsanleitung gibt es dort ebenfalls. Wann die finale Version von Gpg4win 2.2.0 erscheinen soll, steht noch nicht fest. Die aktuelle Version 2.1.0 wurde im März 2011 veröffentlicht.  (jt)


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