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Thinkcentre M93p Tiny

Lenovos Minirechner mit 4-Kern-Haswell, RS-232 und PS/2

Lenovos Kleinstrechner gibt es nun auch mit Intels Core i der vierten Generation alias Haswell. Das Thinkcentre M93p Tiny kann sogar mit einem Core i7-4765T mit vier Kernen oder mit einer seriellen Schnittstelle geordert werden. Windows-8-Modelle gibt es jedoch nur noch indirekt.

Lenovo hat die zweite Generation seiner Tiny-Rechner im sogenannten Tiny Form Factor (TFF) vorgestellt. Die Thinkcentre M93p Tiny sind deutlich kleiner als die SFF-Rechner der Thinkcentre-Reihe, bieten deswegen aber auch weniger Erweiterungsmöglichkeiten. Es bleibt aber beim leicht zu öffnenden Gehäuse, um etwa die Festplatte oder den Arbeitsspeicher auszutauschen.

Der M93p Tiny wird auch mit einem Vier-Kern-Prozessor ausgeliefert, der dank Hyperthreading 8 Threads unterstützt. Der Kühlaufwand für den Core i7-4765T ist mit 35 Watt TDP nicht höher als etwa bei den Vorgängern. Die Taktrate liegt bei 2 GHz. Per Turboboost sind 3 GHz möglich, sofern der thermische Spielraum dies zulässt.

Wer eine höhere Frequenz braucht, kann in derselben TDP-Klasse den M93p auch mit einem Core i5-4570T bekommen. Der hat zwar nur 2 Kerne (4 Threads), taktet diese aber mit 2,9 bis 3,6 GHz. Die interne Grafik wird bei beiden Modellen als HD Graphics 4600 ausgewiesen.

Der Arbeitsspeicher hat in der Regel 4 GByte Kapazität und nur einer der zwei SO-DIMM-Slots ist belegt. Das Maximum liegt bei 16 GByte. Als Festplatte kommt meist eine SSHD zum Einsatz, die neben 500 GByte Festplattenspeicher (5.400 U/min) auch 8 GByte Flashspeicher besitzt. In unserem Test des Thinkcentre M72e Tiny kritisierten wir noch die langsame Festplatte und mussten sie gegen eine SSD tauschen.

Die Anschlüsse unterscheiden sich von Modell zu Modell. In der Regel gibt es mehrere USB-3.0-Anschlüsse, einer davon unterstützt anscheinend den USB-Battery-Charge-Standard (USB BC), VGA und Displayport. Außerdem ist ein WLAN-Antennenanschluss vorhanden und in einem Mini-PCIe-Schacht stecken WLAN-n und Bluetooth 4.0. Zudem gibt es einen Gigabit-Ethernet-Anschluss mit Wake-on-LAN.

Box mit PS/2 und serieller Schnittstelle

Neu für die Tiny-Rechner ist eine zusätzliche externe Box mit Legacy-Anschlüssen. Sie wird statt des optischen Laufwerks angebracht, das schon vom M72e Tiny oder M92(p) Tiny bekannt ist. Die Box bietet an der Front- und an der Rückseite je zwei USB-2.0-Buchsen. Rückseitig gibt es zudem einen seriellen Anschluss sowie zwei PS/2-Anschlüsse für Maus und Tastatur.

Eine serielle Schnittstelle kann bei den M93-Modellen aber auch ohne die Box mitgeliefert werden. Insbesondere für das Projektgeschäft sind auch Varianten mit einem zweiten Displayport oder HDMI-Anschluss zu haben. Einige Modelle können somit bis zu drei Displays ansprechen. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass diese Modelle für Endkunden zu haben sein werden. Schon von den Vorgängern waren nur sehr wenige Modellvarianten tatsächlich im Handel verfügbar.

Der Netzteilanschluss wurde im Vergleich zu den Vorgängern verändert. Das 65-Watt-Netzteil ist nicht in das PC-Gehäuse integriert.

Thinkcentre M93p Tiny ohne Windows 8

Als Betriebssystem gibt es die neuen Tiny-Rechner nicht mehr mit Windows 8 vorinstalliert. Die Vorgänger wurden zum Teil noch mit Windows 8 ausgeliefert. Rein rechtlich besitzt der Käufer dieser Rechner aber eine Windows-8-Lizenz, denn Windows 7 Professional ist nur aufgrund des Downgrade-Rechts auf den Rechnern installiert.

Zum mitgelieferten Zubehör gehören meist eine Maus und Tastatur sowie Vesa-Befestigungsadapter. In manchen Fällen gehört ein optisches Laufwerk in Form eines DVD-Brenners dazu, der das Volumen des Geräts mit dem Mount-Adapter jedoch fast verdoppelt.

Zur Verfügbarkeit gibt es noch keine Informationen. Die neuen Modelle wurden für den europäischen Handel bisher nur vorangekündigt. Insgesamt finden sich sieben Modellnummern in der Ankündigung. Die Preise sind dementsprechend noch nicht bekannt. Lenovo stattet alle Rechner mit einer Dreijahresgarantie mit Vor-Ort-Service aus.  (ase)


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