Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/roadmap-intels-skylake-kommt-2015-mit-ddr-4-und-pci-express-4-0-1307-100126.html    Veröffentlicht: 01.07.2013 18:17    Kurz-URL: https://glm.io/100126

Roadmap

Intels Skylake kommt 2015 mit DDR-4 und PCI-Express 4.0

Eine inoffizielle Roadmap verrät, dass Intel wohl erst 2015 größere Änderungen an seiner x86-Architektur für Server vornehmen will. Dann soll unter dem Codenamen Skylake ein neues Design mit grundlegenden Änderungen an der Infrastruktur erscheinen.

Der Leiter der "Computer Systems Group" an der Technischen Universität Krakau, Jacek Kitowski, hat in einem Architekturvergleich (PDF) von Serverprozessoren eine Folie veröffentlicht, die wie eine typische Intel-Roadmap aussieht. Auf Seite 89 seiner Abhandlung finden sich einige Informationen zu Intels Design "Skylake".

Unter diesem Codenamen, zu dem bisher wenig mehr als die Bezeichnung bekannt war, will Intel seine zweite Architektur mit 14 Nanometern Strukturbreite einführen. Nach den bei den Core-Prozessoren aktuellen 22 Nanometern - die noch 2013 auch die Atoms erhalten sollen - ist 2014 Broadwell geplant, so der bisherige Wissensstand. Aus anderer Quelle war jedoch jüngst zu hören, 2014 solle nur ein Haswell-Refresh erscheinen.

Das ergäbe Sinn, sofern Kitowskis Roadmap stimmt. Sie sieht nämlich für Broadwell keine konkreten Neuerungen vor, sondern erst mit Skylake. Dann sollen DDR-4-Speicher und PCI-Express 4.0 Teil der CPU werden. Allerdings bezieht sich die Folie nur auf Supercomputer-Xeons und nicht auf CPUs für Desktops und Notebooks. Dass mit Broadwell auch SATA-Express unterstützt wird - und mit neuen Chipsätzen auch 2014 schon bei Haswell -, war bereits bekannt, dürfte aber bei Rechnern wie dem SuperMUC eine untergeordnete Rolle spielen.

Roadmap nur für Supercomputer-Xeons

SATA-Express und auch andere Änderungen an der Infrastruktur verzeichnet die Folie für die Server-Broadwells nicht. Auffällig ist aber, dass dieses Design erst 2015 erscheinen und dann später durch Skylake abgelöst werden soll.

Damit ist also noch nicht abschließend bestätigt, dass Broadwell für Desktop-PCs und Notebooks 2014 ausfällt. Die Xeons hinken bei Intel typischerweise den PC-CPUs eine Generation hinterher, und ihre Infrastruktur wird erst dann geändert, wenn sich die entsprechenden Komponenten etabliert haben und gut verfügbar sind. Vor allem für DDR-4-Speicher ist eine lange Umstellungsphase zu erwarten, bevor die bei Supercomputern nötigen hohen Kapazitäten wirtschaftlich sinnvoll hergestellt werden können.  (nie)


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