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ZX Spectrum Vega+: Geld für gescheiterte Retro-Konsole soll eingetrieben werden

Indiegogo reicht es: Nach jahrelangen Aufschüben hat die Sicherheitsabteilung des Crowdfunding-Portals angekündigt, die Beiträge für die Retro-Konsole Sinclair ZX Spectrum Vega+ eintreiben und an die Unterstützer zurückzahlen zu wollen. Der Hersteller sieht die Probleme bei allen, nur nicht sich selbst.

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Den Sinclair ZX Spectrum Vega+ wird es wahrscheinlich nie geben.
Den Sinclair ZX Spectrum Vega+ wird es wahrscheinlich nie geben. (Bild: Retro Computers)

Die Betreiber der Crowdfunding-Plattform Indiegogo haben auf der Projektseite der Retro-Spielekonsole Sinclair ZX Spectrum Vega+ bekanntgegeben, ein Inkassounternehmen mit der Rückbeschaffung des gesammelten Finanzierungsbeitrages zu beauftragen. Möglichst viele Unterstützer sollen so ihr Geld zurückbekommen.

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Die Macher der Konsole, Retro Computers aus London, haben es nach dem Ende der Kampagne im März 2016 nicht geschafft, das mit 370.000 Pfund deutlich überfinanzierte Produkt auszuliefern. Nach mehreren aufgeschobenen Auslieferungsterminen hatte Indiegogo im März 2017 die Vorbestellfunktion auf der Projektseite abgestellt. Bis dato wurden 512.790 Pfund von über 4.700 Unterstützern gesammelt, wie die BBC schreibt.

Hintergrund der jetzigen Ankündigung, das Geld eintreiben zu wollen, ist erneut eine verpasste Einhaltung von Auflagen. Indiegogo hatte Retro Computers eine vorläufige Frist bis zum 15. Juni 2018 gesetzt; bis dahin sollte die Auslieferung der Konsole erfolgen. Bedingung war unter anderem, dass der Hersteller ein Testmuster des Gerätes an Indiegogo schickt. Dies sei nicht geschehen, weshalb man die Frist vorläufig beendet habe und die neuen Maßnahmen einleiten werde.

In einem Statement auf Facebook sieht Retro Computers die Sache ganz anders. Nach Darstellung des Herstellers wollte man das Gerät einer Kontaktperson im Londoner Büro von Indiegogo zeigen, die Antwort auf eine entsprechende Anfrage sei das heutige Statement der Crowdfunding-Plattform gewesen. Hinter all den Problemen mit der Auslieferung stecke ein Streit mit ehemaligen Mitarbeitern, die mittlerweile ein anderes Unternehmen gegründet hätten und alles daran setzten, Retro Computers zu schaden.

Die Unterstützer des Vega+ scheinen dem Hersteller nach fast zweijähriger Wartezeit derartige Ausreden allerdings nicht mehr abzunehmen. In den Kommentaren unter dem Facebook-Beitrag hagelt es Vorwürfe; mehrfach fragen Nutzer, warum Retro Computers nicht einmal ein Foto des fertigen Gerätes zeige. Zahlreiche User scheinen den Standpunkt Indiegogos zu verstehen und werfen Retro Computers vor, schlicht den ihnen gestellten Aufgaben nicht nachgekommen zu sein.

Retro Computers will weiterhin am 15. Juni ausliefern

Indiegogo zufolge hat Retro Computers weiterhin die Möglichkeit, Nutzern, die keine Rückerstattung wünschen, das fertige Produkt auszuliefern. Einer kürzlich geposteten Mitteilung zufolge soll diese Auslieferung tatsächlich am 15. Juni 2018 erfolgen - spätestens dann werden Unterstützer wissen, ob sie ihre Konsole wirklich bekommen werden oder sie wohl endgültig abschreiben können.



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quineloe 08. Jun 2018

Er wurde dafür verurteilt und das Urteil ist rechtskräftig. Wir sind also nicht mehr...

redmord 08. Jun 2018

Zumal bei diesen Plattformen mit Fehlinformationen und Übertreibungen nicht gegeizt wird...

redmord 07. Jun 2018

https://clivehelpus.website/missed-delivery-dates 10 Schüsse muss man jedem zugestehen ...

Rudi.Mentär 07. Jun 2018

Das hätte ich mir als Backer von Panono auch gewünscht. Nur dort war das Produkt sogar...

Alexander1996 07. Jun 2018

Wo kann ich den bitte mit meiner Kryptowährung einkaufen? Bei Rewe funktioniert es...


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