Zwift: Jetzt cheaten sie sogar auf dem Rennrad
Für die Firmen hinter Fortnite und Call of Duty Warzone gehört der Kampf gegen Cheater zum Alltag. Nun gibt es auch im Sportspiel Zwift ein Problem mit Betrugsversuchen. Zwei Radfahrerinnen sollen – so der Vorwurf – die Daten manipuliert haben, um weiter vorne in den Bestenlisten zu landen.
In Zwift treten die Sportler zu Hause auf echten Rennmaschinen gegeneinander an, bei denen ein Rad gegen einen Smart Trainer ausgetauscht ist. Damit sausen sie durch virtuelle Umgebungen in aller Welt und Fantasiekurse und liefern sich sogar Wettrennen.
Es gibt Veranstaltungen wie die Zwift Racing League, bei denen auch Profis um Geldgewinne kämpfen. Das Ganze erinnert durchaus an E-Sport in klassischen Games, Zwift selbst bezeichnet sich als Videospiel.
Nun hat sich laut der Webseite Defector(öffnet im neuen Fenster) herausgestellt, dass zwei Radfahrerinnen bei Rennen im Januar 2021 vermutlich geschummelt haben. Sie sollen die Dateien verändert haben, mit denen die Leistung zu Hause gemessen wurde. Das ist recht einfach möglich – ein Editor reicht aus.
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Was beide möglicherweise übersehen haben: Zwift führt mit seinen Systemen einfache Gegenproben durch. Die sind längst nicht so komplex wie etwa ein Valve-Anti-Cheat, aber allzu offensichtliche Unstimmigkeiten fallen eben doch auf. Unter anderem gibt es Identifikationsnummern in den Dateien, die auf Manipulationen hinweisen.
Zwift hat die beiden Fälle nach eigenen Angaben gründlich untersucht und mit den mutmaßlichen Betrügerinnen gesprochen. Das Unternehmen hat dann jeweils einen Bericht mit Unterschrift des Vorsitzenden der Zwift Cycling Esports Commission ins Netz gestellt.
Auf Computerspieler muss das übrigens seltsam altmodisch wirken: Activision hat bei Call of Duty Warzone gerade 60.000 Cheater auf einen Schlag gesperrt. Die Betroffenen können froh sein, wenn sie überhaupt eine E-Mail mit einer Benachrichtigung über ihr gesperrtes Konto erhalten.
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