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(Bild: BMW)

Zweitleben: BMW schickt alte Autoakkus auf die Farm

BMW setzt alte Autoakkus jetzt in einer Speicherfarm ein, wo sie zu Hunderten zweitverwertet werden können. Zugleich hat der Autobauer den 100.000sten i3 produziert. Für Akkunachschub ist also gesorgt.

BMW hat auf dem Werksgelände in Leipzig eine Speicherfarm in Betrieb genommen, mit der eine Zweitnutzung von Autoakkus möglich sein soll. In der Akkufarm können bis zu 700 gebrauchte BMW i3 Stromspeicher untergebracht werden, wobei aktuell nur 500 Stück eingebaut wurden. Das hat seinen Grund: Der BMW i3 ist erst vier Jahre auf dem Markt, so dass noch viele der Fahrzeuge mit dem Originalakku unterwegs sind.

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Die Farm sei auch mit der künftigen Akkugeneration kompatibel, sagte Joachim Kolling, Leiter Energy Services bei BMW. Parallel zur Eröffnung des Energiespeichers lief im BMW-Werk Leipzig der 100.000ste BMW i3 vom Band. Die aktuelle Tagesproduktion des BMW i3 liegt bei rund 120 Einheiten.

Video: BMW eröffnet Speicherfarm in Leipzig [1:30]

Die Akkus der Farm werden mit dem Strom geladen, den Windräder auf dem Firmengelände erzeugen. Das System ist in das öffentliche Stromnetz integriert, was die Vermarktung von Primär-Regelleistung ermöglicht: Bei einem Überangebot von Strom können die Akkus geladen werden, bei geringem Stromangebot kann der Speicher wiederum Strom beisteuern. Die Anlage verfügt über eine vermarktbare Leistung von 10 Megawatt und eine vermarktbare Kapazität von 15 Megawattstunden.

Einen anderen Weg geht Daimler mit seinem Akkuspeicher in Herrenhausen. Dort werden keine alten, sondern neue Akkus für Elektroautos aus dem Smart Electric Drive zusammengefasst. Die Anlage soll künftig auf eine Speicherkapazität von insgesamt 17,4 MWh kommen. Die als Ersatzteile vorgehaltenen Akkus für die Fahrzeuge müssen regelmäßig geladen werden. Auf diese Weise kann Daimler sogar noch Geld damit verdienen, denn auch dieser Speicher hängt am Stromnetz.