Zweiter Versuch: Nasa setzt entscheidenden Betankungstest für Artemis II fort
Nach technischen Verzögerungen bereitet die US-Raumfahrtbehörde Nasa für den 19. Februar 2026 ihre nächste Generalprobe(öffnet im neuen Fenster) der Mondmission vor. Verläuft der sogenannte Wet-Dress-Rehearsal erfolgreich, könnten bereits im März wieder Menschen in Richtung Mond aufbrechen.
Die Megamondrakete SLS (Space Launch System) soll während dieses Vorgangs mit rund 2,65 Millionen Litern flüssigem Wasser- und Sauerstoff als Treibstoff befüllt werden. Zudem wird der komplette Countdown bis kurz vor dem Start simuliert. Starten wird die Mondmission Artemis II jedoch nicht. Es handelt sich lediglich um einen Testlauf – auch wenn dieser entscheidend für die Terminsetzung des Raketenstarts ist.
Probleme bei der SLS-Mondrakete
Der Test ist der zweite Anlauf für die erste bemannte Mondmission seit über 50 Jahren. Ein erster Versuch musste vor etwa zwei Wochen abgebrochen werden , nachdem ein Leck an der Schnittstelle zwischen Rakete und Startturm entdeckt worden war.
Es handelte sich um ein Problem mit einem Filter in der Bodenausrüstung, das den Fluss von flüssigem Wasserstoff behinderte. Festgestellt wurde dies bei einem Test am 12. Februar. Der Filter wurde am Wochenende vor dem 16. Februar ausgetauscht.
Solche Probleme sind bei der SLS-Rakete nicht neu. Bereits die unbemannte Vorgängermission Artemis I kämpfte mit ähnlichen technischen Tücken, bevor die Testreihen erfolgreich abgeschlossen wurde und die Mission im November 2022 für einen robotischen Rundflug um den Mond aufbrechen konnte.
SLS und Orion bereit für den nächsten Testlauf
Nachdem Techniker in den letzten Wochen die Dichtungen ersetzt und Probleme an der Bodenausrüstung behoben haben, zeigt sich die Weltraumbehörde nun zuversichtlich. "Der Prozess simuliert reale Bedingungen, einschließlich Szenarien für kurzfristige Startabbrüche" , teilte die Nasa in einem offiziellen Update mit.
Die Artemis-II-Crew nimmt nicht am Test teil. Es wird jedoch ein Team zum Startplatz geschickt, um die Schließung der Luken (Orion closeout) zu üben. Sollte die Generalprobe am Donnerstag reibungslos verlaufen, könnte die Mission bereits am 6. März 2026 (Ortszeit) zum Mond aufbrechen (MEZ: 7. März, 2:29 Uhr). Weitere Starttermine mitteleuropäischer Zeit gibt es am 8., 9., 10. und 11. März. Anschließend erst wieder im April und Mai .
Der Countdown-Tests begann am Dienstag(öffnet im neuen Fenster) um 18:50 Uhr EST (L-49 Stunden). Er soll bis etwa 0:30 Uhr am Freitag, 20. Februar, andauern.
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