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Zweite Staffel von One Piece: Noch größer, spektakulärer, schräger

Das Piraten-Abenteuer von One Piece geht weiter – größer, aufwendiger, effektvoller und nicht zuletzt noch schräger als in der ersten Staffel.
/ Peter Osteried
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Das Absurde ist bei One Piece Trumpf - in praktisch jeder Episode. (Bild: Netflix)
Das Absurde ist bei One Piece Trumpf - in praktisch jeder Episode. Bild: Netflix

Etwa zweieinhalb Jahre nach der ersten Staffel geht es mit der Realversion des Anime One Piece weiter. Die Netflix-Serie basiert auf Japans meistverkaufter Manga-Serie aller Zeiten von Eiichiro Oda (mehr als 500 Millionen Exemplare); bei ihrem Start im Jahr 2023 entwickelte sie sich zu einem globalen Phänomen. Acht Wochen lang hielt sie sich in den weltweiten Top 10 der Plattform, erreichte in über 75 Ländern Platz 1 und war die erste englischsprachige Netflix-Serie, die in Japan direkt auf Platz 1 debütierte. Die Serie kommt auf über 100 Millionen Aufrufe und gehört zu den meist heruntergeladenen Serien in der Geschichte von Netflix.

Sie bewies zudem, dass es funktionieren kann, einen Anime als Live-Action-Format umzusetzen – etwas, das zuvor gerade auch bei Netflix gescheitert war, zum Beispiel mit Cowboy Bebop.

Angriff auf Shelltown

Die zweite Staffel beginnt gleich aufregend – mit einem Angriff auf Shelltown, der die neuen Antagonisten in den Fokus rückt, aber auch zeigt, dass die Macher es verstanden haben, den schrägen Elementen der Vorlage noch mehr gerecht zu werden.

In der neuen Staffel bekommen es Monkey D. Ruffy und seine Strohhutpiraten mit noch gefährlicheren Gegnern und den bislang riskantesten Missionen zu tun. Sie stechen in Richtung der außergewöhnlichen Grand Line in See – einem legendären Meeresabschnitt, in dem hinter jeder Wendung Gefahren und Wunder lauern.

Nach wie vor sind sie auf der Suche nach dem legendären One Piece, mit dem man sich zum König der Piraten ausrufen kann. Auf ihrer Reise durch dieses unberechenbare Reich treffen sie auf bizarre Inseln und eine ganze Reihe neuer, mächtiger Feinde.

Kein Leerlauf, sondern coole Action

Während es in der ersten Staffel noch viel darum ging, Ruffy mit seiner Strohhutbande zusammenzubringen, geht es in der zweiten Staffel sofort in die Vollen: Kein Leerlauf, keine Exposition, sondern coole Action und fast schon absurde Momente geben gleich mit der ersten Folge den Ton an.

Das Eindrucksvolle daran: Die Action ist so spektakulär, dass die Mechanismen und Möglichkeiten des Anime problemlos in die echte Welt transferiert werden. Die Bewegungen, die Sprünge, die rasanten Schwertkämpfe – all das ist so überbordend, dass man sich daran fast nicht sattsehen kann.

Bekannte Serienstars sind dabei

Neben den bekannten Darstellern der ersten Staffel gibt es auch einige Neuzugänge. David Dastmalchian (Murderbot) als Mr. 3, Joe Manganiello (True Blood) als Mr. 0, Katey Sagal (Eine schrecklich nette Familie) als Dr. Kureha und Sendhil Ramamurthy (Heroes) als Nefertari Cobra sind neu mit dabei und bringen Starpower in die Serie.

Eine Besetzung kam jedoch nicht zustande: Jamie Lee Curtis als Dr. Kureha. Die Schauspielerin lehnte ab, an ihre Stelle trat Katey Sagal, die sich die Rolle ganz zu eigen macht.

Der Part des Schurken Smoker ging an Caleb Kerr, den manche als Galad Damodred in Das Rad der Zeit kennen, wo er in zwei Folgen mitspielte. Mit schlohweißem Haar sieht er wie eine fleischgewordene Manga-Figur aus und bringt unglaubliche Dynamik in die Serie.

Acht Folgen

Die zweite Staffel besteht erneut aus acht Folgen – und es hätten gerne mehr sein dürfen. Andererseits wird so nichts verwässert, für die Zuschauer bleibt es durchweg rasant.

Im Gegensatz zur ersten Staffel gibt es bei der neuen auch weit mehr Überraschungen, die wir hier natürlich nicht verraten. Aber: Fans dürfen sich auf ein paar Cameo-Auftritte bekannter Figuren der Anime-Serie freuen. Und nicht jede Figur ist, wie sie zunächst erscheint.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche coole Kreaturen – und damit ist längst nicht nur der Wal gemeint, der die Strohhutbande verschluckt. Selbst Dinosaurier tauchen in der Welt von One Piece auf.

Die zweite Staffel bietet also mehr von dem, was One Piece schon in der ersten Staffel so unterhaltsam machte. Dass sie erfolgreich ist, ist umso schöner. Netflix hat schon die dritte Staffel bestellt.


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