Zweisprachiger Studiengang: Uni Magdeburg stellt sich auf Intel ein

Intel hat Magdeburg als neuen Produktionsstandort in Deutschland ausgewählt, noch in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 sollen die Baumaßnahmen beginnen. Auch die Universität in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt stellt sich bereits auf den US-amerikanischen Konzern ein.
An der Otto-von-Guericke-Universität wird zum kommenden Wintersemester erstmals ein zweisprachiger Informatikstudiengang eingerichtet, an dessen Ende die Studenten Deutsch und Englisch fließend sprechen, wie dpa berichtet. Neben den fachlichen Inhalten sollen auch interkulturelle Kompetenzen vermittelt werden, um Verständnis für kulturelle Unterschiede zu fördern und sich daraus entwickelnden Konflikten vorzubeugen.
Ziel der Hochschule ist die Vermittlung von Kompetenzen, die im Anschluss an das Studium für die Mitarbeit in einem international tätigen Unternehmen benötigt werden, das möglichst in Sachsen-Anhalt einen Standort besitzt.
Daneben soll auch die Attraktivität für ausländische Studenten gesteigert werden, um diese an die Magdeburger Universität und als spätere Fachkräfte in das Bundesland zu locken, das mit einem Rückgang der Bevölkerung kämpft. Im Erfolgsfall solle das Konzept des zweisprachigen Studiums auch auf andere Studiengänge übertragen werden, sagte Jens Strackeljan, Rektor der Universität, der dpa.
Ostdeutsche Regionen mit schlechtem Image
"Ostdeutschland genießt unter ausländischen Fachkräften keinen guten Ruf, durch die Wahlerfolge der AfD hat dieser noch mehr gelitten," erklärte Eric Osselmann, Partner bei dem Beratungsunternehmen Scaling Champions, im Gespräch mit Golem .
Auch der Personalchef des neuen Intel-Standorts drängt darauf, dass sich das politische Umfeld in Magdeburg für die Schaffung einer Willkommenskultur einsetzt und bei der Entwicklung positiver Rahmenbedingungen für neu ankommende Fachkräfte mitwirkt.



