Zwei Verletzte: Luftschiff Airlander am Boden havariert

Das größte Luftschiff der Welt, der britische Airlander 10, ist vom Haltemast abgerissen und zu Boden gestürzt. Die Hülle ist plangemäß aufgerissen, zwei Mitarbeiter sind dennoch verletzt worden.

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Erstflug des Airlander 10
Erstflug des Airlander 10 (Bild: HAV)

Das Luftschiff Airlander 10 hat sich am Sonntag von einem Haltemast auf dem Flugplatz von Cardington, etwa 80 km nördlich von London, losgerissen. Das Sicherheitssystem sorgte dafür, dass der Rumpf plangemäß aufriss, um das Luftschiff zu entleeren. So sollen die Schäden an der Umgebung so gering wie möglich gehalten werden. Zwei Mitarbeiter wurden dennoch leicht verletzt. Die Unfallursache ist noch unbekannt. Auch wie groß der Schaden sei, teilte die Betreibergesellschaft bisher nicht mit.

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Der von dem britischen Unternehmen Hybrid Air Vehicles (HAV) entwickelte Airlander 10 ist das derzeit größte Luftschiff der Welt. Es misst 92 Meter in der Länge, ist rund 44 Meter breit und 26 Meter hoch. Das Hybridluftschiff hält sich sowohl durch ein Traggas, das leichter als Luft ist, als auch mit Hilfe von Tragflächen in der Luft. Dass das Luftfahrzeug schwerer als Luft sein kann, vereinfacht das Landen: Das Luftschiff sinkt zur Erde und muss nicht eingefangen werden. Es benötigt zum Starten und Landen keine Landebahn - eine ebene Fläche reicht. Das kann in der Wüste sein, auf einem freien Feld, auf einer Eisfläche oder sogar auf dem Wasser.

Gedacht ist Airlander 10 unter anderem als Transporter: Das Luftschiff kann 10 Tonnen über eine Strecke von 3.000 km transportieren. Ein Airlander 10 kostet 25 Millionen britische Pfund, umgerechnet knapp 29 Millionen Euro. Der jüngste Unfall ist indes nicht der erste: Im August 2016 streifte das Luftschiff bei einem Testflug eine Stromleitung und wurde leicht beschädigt.

Luftschiffe kommen wieder

Es gibt derzeit diverse Luftschiffprojekte: Der US-Luftfahrtkonzern Lockheed-Martin etwa hat das Hybridtransportluftschiff LMH-1 entwickelt. Das US-Unternehmen Worldwide Aeros Corporation plant das Starrluftschiff Aeroscraft ML866, das mit knapp 170 Metern fast doppelt so lang ist wie der Airlander 10.

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Der europäische Konzern Thales Alenia Space will den Stratobus bauen, eine fliegende Telekommunikationsstation. Das Friedrichshafener Unternehmen Luftschiffbau Zeppelin stieg schon vor 20 Jahren wieder in das Geschäft mit Luftschiffen ein. Die Zeppelin NT werden beispielsweise für wissenschaftliche Projekte eingesetzt und fliegen jedes Jahr tausende Touristen über den Bodensee.

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