Leiser Mac mit sehr niedriger elektrischer Leistungsaufnahme

Der Prozessor bestimmt in vielen Fällen gar nicht die Leistungsaufnahme des Mac Mini. Die beiden Modelle nehmen sich hierbei nur wenig, wie der folgenden Tabelle zu entnehmen ist. Insgesamt sind die Rechner beim Nichtstun sehr energiesparend. Auch ein abgeschalteter Mac liegt mit 0,3 bis 0,4 Watt in einem akzeptablen Standby-Bereich. Die folgenden Werte wurden mit identischer Ausstattung an einem DVI-D-Monitor mit 1.920 x 1.200 Pixeln gemessen. Sie unterscheiden sich minimal von Monitor zu Monitor. Ein kurzzeitig angeschlossener 17-Zoll-Monitor mit 1.280 x 1.024 Pixeln reduzierte den besten Idle-Wert beispielsweise auf nur noch 4,5 Watt.

Mac Mini
(Einstieg)
Mac Mini
(mittleres Modell)
Core i5-4260U
(1,4 bis 2,7 GHz)
Core i5-4278U
(2,6 bis 3,1 GHz)
Idle (BT-Maus/WLAN aktiv)7,2 Watt6,7 Watt
Idle (USB-Maus/WLAN aktiv)5,6 Watt5,1 Watt
Idle (USB-Maus/GBit-Ethernet)7 Watt6,7 Watt
Safari8-12 Watt8-14 Watt
X-Plane 10.3142 Watt53 Watt
Luxmark 2.138 Watt50 Watt
Leistungsaufnahme des Mac Mini mit Haswell-CPU (Core i5-4200U)

Überraschend sind allerdings einige Einzelwerte. So ist der Betrieb über das WLAN grundsätzlich mit weniger Strombedarf verbunden als per Ethernet. Auch ein aktives Bluetooth-Modul zieht gerne mal ein Watt extra, was zudem immer wieder schwankt. Das kann an unserer Umgebung liegen, da wir das 2,4-GHz-Band etwas stärker belasten.

Gerade im Leerlauf zeigt sich zudem, dass der eigentlich schnellere Mac Mini mit doppelt so viel Arbeitsspeicher und höherem CPU-Grundtakt trotzdem weniger Leistung aufnimmt. Leider konnten wir nicht einfach Komponenten tauschen. Es liegt aber nahe, dass der PCIe-Speicher bei der Leistungsaufnahme Vorteile gegenüber einer 5.400-U/min-Festplatte hat. In allen anderen gemessenen Szenarien ist der schnellere Mac Mini allerdings auch der Rechner, der mehr elektrische Leistung benötigt.

Leise sind sie beide

Unter Last wird einzig unser besser ausgestatteter Mac Mini hörbar, schließlich muss er bis zu 53 Watt abführen. Aber auch das ist noch angenehm, und selbst auf mittleren Einstellungen übertönt der Lautsprecher des Mac Minis noch die Lüftergeräusche. Zudem reicht eine Reduktion der Last auf einen Wert um die 20 Watt, um den Mac mit wenigen Sekunden Verzögerung wieder leise zu bekommen.

Bei typischen Büroarbeiten sind beide Macs äußerst leise und empfehlen sich damit für lärmempfindliche Personen. Allerdings gilt das mittlerweile für zahlreiche Rechner und ist damit kein Alleinstellungsmerkmal. Für das Wohnzimmer eignet sich der Mac auch. Vorteilhaft ist hier zudem der HDMI-Ausgang. Ein Fernseher lässt sich mit ihm unproblematisch anschließen. Im 1080p-Modus gelang das ohne Anpassungen. Nur bei der 720p-Ausgabe mussten wir den Underscan-Slider in der Bildschirmkonfiguration leicht anpassen. In der Standardeinstellung war das Bild zu groß.

Wer übrigens hofft, dank Haswell-Prozessor drei Bildschirme an den Mac anschließen zu können, den müssen wir enttäuschen. Zwar unterstützt der Prozessor offiziell den Betrieb von drei digitalen Displays, doch Apple erlaubt maximal die Ansteuerung von zwei Displays. Es gelang uns dementsprechend nicht, drei Displays gleichzeitig in Betrieb zu nehmen. Zudem ist der HDMI- Anschluss so nah an den Thunderbolt-Anschlüssen, dass wir Schwierigkeiten hatten, drei Kabel anzuschließen.

Ein paar Fehler durch das Betriebssystem

Ausgerechnet auf dem besser ausgestatteten Mac-Modell nervten uns kleinere Bugs, die mit Yosemite einhergehen. Warum das nur dieses Modell betraf, konnten wir nicht nachvollziehen. Ab und an ließ sich der Mac nicht herunterfahren. Er hatte auch Schwierigkeiten bei der Erkennung unserer deutschen Apple-Tastatur. Die funktioniert an anderen Geräten ohne Probleme.

Problematisch war zudem der Transfer per Airdrop zwischen den beiden Macs. Große Transfers brachen mehrfach mit Fehlermeldung ab. Beim Versuch, das gesamte X-Plane-Verzeichnis zu kopieren, meldete der Mac zwar Erfolg. Doch auf dem zweiten Mac fehlten reproduzierbar gut 5.000 Dateien. Wir gehen von einem Fehler des Betriebssystems aus.

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 Für die Grafikeinheit lohnt sich ein Upgrade nichtEin brauchbarer Einstiegs-Mac-Mini kostet um die 900 Euro 
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cobold 19. Nov 2014

Dann weiß ich nicht, wie das gehen soll, Intel gibt selbst folgende Spezifikationen an...

luzipha 17. Nov 2014

Und das vollkommen ohne Einbußen, sagt zumindest die Werbung. du fährst mit deinem Auto...

LittleFox 17. Nov 2014

Da bin ich ja gerade echt froh, mir im August den Late 2012 Mac Mini gekauft zu haben...

andi_lala 17. Nov 2014

Dem kann ich mich voll und ganz anschließen. Mein alter matter Laptop (zugegeben uralt...



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