Patent: Google patentiert Notebook mit Einsteck-Smartphone

Googles Patent 8,649,821(öffnet im neuen Fenster) beschreibt ein Notebook und ein abnehmbares Smartphone, das für die Internetanbindung sorgen soll. Das Patent wurde schon im September 2012 beantragt und erst jetzt bewilligt. Android oder ein Chromebook werden namentlich nicht aufgeführt. Das Notebook versorgt das Smartphone mit Strom und kann auch seine Lautsprecher zur Verfügung stellen.

Die Idee, Smartphones und Notebooks zu verbinden, ist nicht neu – Motorola hatte mit dem Lapdock für einige seiner Smartphones bereits demonstriert, wie diese zu einem Netbook werden können. Dazu wurde ein kompatibles Motorola-Smartphone in das Laptop Dock gesteckt, das seinerseits eine reguläre Tastatur und ein 11,6-Zoll-Display beinhaltete. Motorola musste das Konzept mangels Nachfrage 2012 einstellen . Grund war auch der hohe Preis von 300 bis 400 Euro für den Notebook-Rumpf.
Im Gegensatz dazu wird in Googles Patent erwähnt, dass das Notebook auch unabhängig vom Smartphone funktioniert, was bei Motorola nicht möglich war. Die Google-Konstruktion dürfte deshalb auch deutlich teurer werden, weil es sich um zwei autonom funktionierende Geräte handelt.
Das Konzept von Motorola hatte Asus mit dem Padfone aufgegriffen, das in ein Tabletgehäuse gesteckt wird, so dass alle Smartphone-Daten auf dem Tablet zur Verfügung stehen. Das Tablet lässt sich dann in eine Docking-Tastatur einstecken, dann wird daraus ein Netbook.
Bei Googles Patent muss wie bei allen Schutzrechten bedacht werden, dass es sich nicht um eine Produktankündigung handelt. Vielmehr wird eine Vielzahl von Patenten niemals realisiert.



