Abo
  • Services:

Zwangszustimmung: Erste Klage nach DSGVO gegen Google und Facebook

Nur wer der Datenverarbeitung vollständig zustimmt, darf den Dienst auch weiter nutzen - so haben sich das die großen Internetunternehmen vorgestellt. Der österreichische Datenschutzaktivist Max Schrems sieht das anders. Die von ihm gegründete Organisation Noyb hat Beschwerde gegen Google sowie Facebook und dessen Dienste Instagram und Whatsapp nach der DSGVO eingereicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Noyb-Gründer Max Schrems: freie oder nordkoreanische Wahl?
Noyb-Gründer Max Schrems: freie oder nordkoreanische Wahl? (Bild: Joe Klamar/AFP/Getty Images)

Erste Anzeigen nach der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): Die Datenschutzinitiative Noyb hat Beschwerden gegen Facebook, Instagram und Whatsapp sowie Google wegen Android eingelegt. Die Beschwerden wurden am Tag des Inkrafttretens der DSGVO bei unterschiedlichen Behörden eingereicht.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Berlin, Strausberg
  2. ING-DiBa AG, Nürnberg

Noyb (von: None of your Business) kritisiert, dass die genannten Unternehmen von ihren Nutzern die Zustimmung zur Speicherung und Verarbeitung von Daten erzwungen hätten. Facebook habe sogar Konten von Nutzern gesperrt, die die Zustimmung nicht geben wollten. Das sei keine freie Wahl, sondern erinnere an Wahlen in Nordkorea, sagte Noyb-Gründer Max Schrems. Laut DSGVO ist es nicht zulässig, die Nutzung eines Dienstes von der Zustimmung zur Datennutzung abhängig zu machen.

Noyb hat die Beschwerden bei verschiedenen Behörden eingereicht: gegen Google bei der französischen nationalen Datenschutzbehörde Commission Nationale de l'Informatique et des Libertés (CNIL), gegen Instagram bei der Data Protection Authority (DPA) in Belgien. Mit Facebook wird sich die österreichische Datenschutzbehörde (DSB) befassen; und Johannes Caspar, der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, wird sich mit Whatsapp beschäftigen. Mit der Datenweitergabe von Whatsapp an Facebook befasst sich Caspar bereits.

Als Strafrahmen hat Noyb vier Prozent des weltweiten Umsatzes der betroffenen Unternehmen angesetzt: Bei Google sind das 3,7 Milliarden Euro, bei Facebook und dessen Diensten Instagram und Whatsapp jeweils 1,3 Milliarden Euro. Diesen Strafrahmen setzt die DSGVO an. Die Noyb will testen, ob das auch ernst genommen wird. Die Organisation erwartet jedoch, dass die Gerichte in den vier Fällen keine Höchststrafen verhängen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 20,49€
  2. (-72%) 5,50€
  3. 34,99€ (erscheint am 14.02.)

Prinzeumel 21. Jun 2018

Wie schon erwähnt. Der Verzicht auf das Produkt ist nicht ohne weiteres in Einklang mit...

SchreibenderLeser 20. Jun 2018

1. Die Logfiles, aber das weißt du bestimmt, werden aber z. T. aus rein technischen...

Youssarian 03. Jun 2018

Hiermit werfe ich den Golemschen die "Bearbeitung" meines Beitrages vor.

Prinzeumel 31. Mai 2018

Wenn das inhaltlich so angegeben wird verstößt es gegen die DSGVO. Beschwerde bei einer...

Prinzeumel 31. Mai 2018

Und der nächste der es nicht versteht. Ich geb es echt langsam auf...-.-


Folgen Sie uns
       


Bewerbungsgespräch mit der KI vom DFKI - Bericht

Wir haben uns beim DFKI in Saarbrücken angesehen, wie das Training von Bewerbungsgesprächen mit einer Künstlichen Intelligenz funktioniert.

Bewerbungsgespräch mit der KI vom DFKI - Bericht Video aufrufen
WD Black SN750 ausprobiert: Direkt hinter Samsungs SSDs
WD Black SN750 ausprobiert
Direkt hinter Samsungs SSDs

Mit den WD Black SN750 liefert Western Digital technisch wie preislich attraktive NVMe-SSDs. Es sind die kleinen Details, welche die SN750 zwar sehr gut, aber eben nicht besser als die Samsung-Konkurrenz machen.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. WD Black SN750 Leicht optimierte NVMe-SSD mit 2 TByte
  2. Ultrastar DC ME200 Western Digital baut PCIe-Arbeitsspeicher mit 4 TByte
  3. Western Digital My-Cloud-Lücke soll nach 1,5 Jahren geschlossen werden

Raumfahrt: Aus Marzahn mit der Esa zum Mond
Raumfahrt
Aus Marzahn mit der Esa zum Mond

Die Esa versucht sich an einem neuen Ansatz: der Kooperation mit privaten Unternehmen in der Raumforschung. Die PT Scientists aus Berlin-Marzahn sollen dafür bis 2025 einen Mondlander liefern.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt Die Nasa will schnell eine neue Mondlandefähre
  2. Chang'e 4 Chinesische Sonde landet auf der Rückseite des Mondes
  3. Raumfahrt 2019 - Die Rückkehr des Mondfiebers?

Struktrurwandel: IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
Struktrurwandel
IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen

In Cottbus wird bald der letzte große Braunkohle-Tagebau zum Badesee. Die ansässige Wirtschaft sucht nach neuen Geldquellen und will die Stadt zu einem wichtigen IT-Standort machen. Richten könnten das die Informatiker der Technischen Uni - die werden aber direkt nach ihrem Abschluss abgeworben.
Von Maja Hoock

  1. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"
  2. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
  3. Softwareentwicklung Agiles Arbeiten - ein Fallbeispiel

    •  /