Zwangsgeld: Telefónica gibt Fehler beim Netzausbau zu

Nach einer weiteren Fristverlängerung schafft die Telefónica nun wohl endlich die Vorgaben im LTE-Ausbau. Ein Zwangsgeld will Unternehmenschef Markus Haas unbedingt vermeiden.

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Telefónica-Chef Markus Haas: Am kommenden Dienstag feiert Telefónica Deutschland 25. Gründungsjubiläum.
Telefónica-Chef Markus Haas: Am kommenden Dienstag feiert Telefónica Deutschland 25. Gründungsjubiläum. (Bild: Telefónica)

Telefónica-Chef Markus Haas räumt Fehler beim Aufbau des Mobilfunknetzes ein. "In der Vergangenheit haben wir immer erst dann investiert, wenn auch Nachfrage bei den Kunden bestand", sagte Haas der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Das habe sich geändert. "Heute schließen wir viel früher auf", fügte er hinzu.

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Die Bundesnetzagentur droht dem Unternehmen mit einem Zwangsgeld in Höhe von 600.000 Euro, wenn es bis Ende Juli nicht mit dem geforderten LTE-Ausbau vorankommt. Dies will Haas unter allen Umständen vermeiden: "Wir sind sehr, sehr zuversichtlich, dass wir in Kürze Vollzug melden können, den ersten Teil der für das gesamte Jahr erforderlichen 7.600 LTE-Stationen errichtet zu haben und so eine Strafzahlung vermeiden." Der Corona-Lockdown habe das Projekt etwas verzögert. "Aber jetzt holen wir auf und liegen wieder im Plan", sagte Haas der Zeitung.

Von 2019 bis 2022 werden laut Unternehmensangaben rund 4 Milliarden Euro in das O2-Netz investiert - zur Verdichtung des 4G-Netzes sowie für den Aufbau einer 5G-Infrastruktur.

Telefónica: Bundesnetzagentur sehr nachsichtig

Die Bundesnetzagentur hatte in der Zuteilung der im Jahr 2015 versteigerten Frequenzen die Auflage erteilt, dass ab Beginn des laufenden Jahres 98 Prozent der Haushalte bundesweit und 97 Prozent der Haushalte je Bundesland mit einer Mindestdatenrate von 50 MBit/s pro Antennensektor versorgt werden müssen. Die Hauptverkehrswege sollten vollständig versorgt sein. Alle drei Mobilfunknetzbetreiber erhielten nach Nichteinhaltung eine Frist zur Nachbesserung der verfehlten Versorgungsauflagen, erklärte die Bundesnetzagentur im April. Die Behörde forderte die Unternehmen auf, die Auflagen spätestens bis 31. Dezember 2020 vollständig zu erfüllen. Hierbei wurden auch Teilfristen für Meilensteine im Juni und September gesetzt. Eine weitere Frist bis Ende Juli 2020 wurde für die fehlenden LTE-Masten der Telefonica festgelegt, wie die Regulierungsbehörde am 9. Juli 2020 in Bonn mitteilte.

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In der Coronakrise verzeichnete der Mobilfunkkonzern laut Haas einen "extremen Anstieg" beim Sprachvolumen, "in der Spitze von 20 bis 30 Prozent. Da die Leute sich schon nicht besuchen konnten, haben sie telefoniert. Oft stundenlang." Ein Treiber für das Telefónica-Geschäft sind Kunden mit Migrationshintergrund, für die der Konzern eigene Marken anbietet. "Mit Ay Yildiz telefonieren mehrere Millionen Menschen über unser O2-Netz günstig in die Türkei", sagte Haas. "Dazu kommt noch Ortel, mit dem sie für einen Cent pro Minute ins Ausland telefonieren können."

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firefligher 21. Jul 2020

Das geht auch mit einem IPv6-Tunnbroker. Ist zwar keine sonderlich schöne Lösung, aber im...

Sterling-Archer 20. Jul 2020

stattdessen hat man das neue supernetz sofort wieder kaputtgemacht und gefühlt inzwischen...

bplhkp 20. Jul 2020

Wenn du in Polen mit einer deutschen O2-Karte bist, nutzt du doch im Roaming alle Netze...

gelöscht 20. Jul 2020

Der Netzbetrieb wird nicht von Huawei gemacht...



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