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Ein sogenanntes Smart Meter Gateway für ein intelligentes Strommesssystem
Ein sogenanntes Smart Meter Gateway für ein intelligentes Strommesssystem (Bild: Dr. Neuhaus)

CDU fordert flexiblere Tarife

Dabei kann der Stromversorger von jedem Verbraucher die festgelegten Höchstpreise verlangen, obwohl die Kosten schon von einem Verbraucher mit 6.000 Kilowattstunden getragen würden. Ein BDEW-Sprecher räumte auf Anfrage von Golem.de ein: "Je mehr Messeinrichtungen an ein Gateway angeschlossen werden, desto wirtschaftlicher ist der Betrieb." Der Verband geht allerdings davon aus, dass durchschnittlich auf ein Gateway nur 1,2 Zähler kommen. Der Verband beruft sich dabei auf eine Studie der DENA aus dem Jahr 2014. "Ein hohes Zähler-Gateway-Verhältnis wird in der Realität nicht so oft erreicht", sagte der Sprecher weiter.

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Das sieht die Bundesregierung jedoch ein wenig anders. Auf Anfrage von Golem.de teilte sie mit: "Die Preisobergrenzen des Gesetzentwurfs orientieren sich an einem effizienten Rollout; dazu gehört auch ein günstiges Zähler-Gateway-Verhältnis." Das heißt: Der Einbau der teuren Messsysteme soll sich für die Stromversorger dadurch rentieren, indem sie möglichst viele Zähler an ein Smart Meter Gateway anschließen. Befindet sich beispielsweise im Erdgeschoss eines städtischen Wohnhauses eine Bäckerei, die aufgrund ihres Verbrauchs ein intelligentes Messsystem benötigt, könnte der Versorger nach eigenem Gutdünken alle anderen Haushalte ebenfalls daran anschließen. Und kein Haushalt könnte dem widersprechen.

Widerspruchsmöglichkeit wird wohl nicht kommen

Gäbe es beispielsweise in dem Haus noch zehn weitere Haushalte mit einem Verbrauch von bis zu 4.000 Kilowattstunden im Jahr, könnte der Messstellenbetreiber noch weitere 400 Euro im Jahr einnehmen, obwohl die Kosten für das Smart Meter Gateway bereits von der Bäckerei getragen würden. Kein Wunder, dass die Verbraucherschützer vehement eine Widerspruchsmöglichkeit für Normalverbraucher verlangen. Auch der Bundesrat hatte dies gefordert.

Dass diese Möglichkeit noch von der großen Koalition im Bundestag eingeräumt wird, ist eher unwahrscheinlich. In der ersten Lesung des Gesetzes Ende Februar hatte der CDU-Abgeordnete Jens Koeppen sogar gefordert: "Bei der Auskömmlichkeit sollten wir vielleicht noch ein paar Gedanken darüber verschwenden, ob die Preisobergrenzen den Brutto- oder den Nettowert angeben." Das heißt, eine Anhebung der Obergrenzen um die 19 Prozent für die Mehrwertsteuer ist nicht ausgeschlossen. Wenigstens sprach sich Koeppen für "flexible Preisobergrenzen" aus. Mit dem Argument: "Viele Anbieter sagen nämlich: Es ist möglich, Preise unter den Preisobergrenzen, die jetzt gesetzt wurden, festzulegen."

Grüne sehen keinen 'Benefit' für Verbraucher

Denkbar wäre in diesem Zusammenhang, die Obergrenzen an das Zähler-Gateway-Verhältnis zu koppeln: Je mehr Zähler an ein Gateway angeschlossen sind, desto günstiger sollte der Anschluss für alle Haushalte sein. Konsequenter wäre allerdings, die Kosten für größere Verbraucher zu erhöhen, um den Normalverbrauchern im Gegenzug ein Widerspruchsrecht einzuräumen. Dann würden sich tatsächlich nur solche Normalhaushalte ihren Stromzähler vernetzen lassen, die sich einen Vorteil über variable Tarife versprechen. Wobei sich die Kosten nur in wenigen Fällen durch niedrigere Tarife ausgleichen lassen.

Der Grünen-Politiker Oliver Krischer hat in der Bundestagsdebatte die große Koalition allerdings mit den Worten kritisiert: "Sie können den Verbrauchern einfach keinen Benefit anbieten, weil es überhaupt keine lastabhängigen Tarife gibt, von denen die Verbraucher einen Nutzen hätten." Zudem würden die Verbraucher ungleich behandelt, denn der Vermieter könne seinen Mietern vorschreiben, ein intelligentes Messsystem zu nutzen. "Wenn Sie eine Zwangsbeglückung vornehmen, können Sie nicht gleichzeitig auch noch eine Ungleichbehandlung machen", sagte Krischer.

 Zwangsbeglückung: Vernetzte Stromzähler könnten Verbraucher noch mehr kostenZwangsabschaltung und Prepaid wird einfacher 

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chefin 13. Apr 2016

Wenn es Gesetz wird, nutzt dir das leider nichts. Der Betreiber nimmt den alten Zähler...

chefin 13. Apr 2016

Und nichts von den von dir verbauten Geräten ist geeicht. Das müssen sie aber um...

chefin 13. Apr 2016

Was bringt dir der Wechsel, wenn jeder dir so einen Zähler setzen muss? Zumal du garnicht...

plutoniumsulfat 11. Apr 2016

Stimmt, hab ich gar nicht dran gedacht. Da läuft ja das ganze System etwas anders ;)

DY 11. Apr 2016

Das wäre hier in D auch ein Riesenproblem geworden..... Du hättest ja zum Beispiel 2-3...



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