Zustelldrohne: DHL hat Entwicklung des Paketkopters eingestellt

Ein Regelbetrieb war ohnehin nie geplant: Die gelbe Zustelldrohne der Deutschen Post bleibt künftig am Boden, das Projekt ist beendet.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Der Paketkopter im Flug
Der Paketkopter im Flug (Bild: DHL)

Die DHL hat ihr Paketdrohnen-Entwickungsprojekt namens Paketkopter eingestellt. Das Projekt werde schon seit längerem nicht mehr fortgeführt, sagte ein Sprecher der Deutschen Post der Welt am Sonntag auf Nachfrage.

Stellenmarkt
  1. Product Owner (w/m/d) Industrie 4.0/IoT
    ORGATEX GmbH & Co. KG, Langenfeld
  2. Mediengestalter / Webdesigner / Frontend Entwickler (m/w/d)
    Stadtwerke Emmendingen GmbH, Emmendingen
Detailsuche

Auch ein Pilotprojekt zum Medikamentenversand in Tansania zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Drohnenhersteller Wingcopte werde nicht fortgesetzt.

"Wir haben in den vergangenen Jahren diverse Anwendungsfälle für den DHL Paketkopter getestet, in denen die Drohne vor allem dann zum Einsatz kam, wenn ein Transport über etablierte Infrastrukturen schlecht möglich war oder deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen hätte", sagte der Sprecher. Dabei seien wichtige Erkenntnisse gewonnen worden.

Ein Regelbetrieb war nicht geplant

"Aber wir haben auch mehrfach darauf hingewiesen, dass ein Regelbetrieb im Bereich der Zustellung per Paketdrohne in Deutschland nicht geplant sei. Es sind auch keine neuen Pilotprojekte vorgesehen", hieß es weiter.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Der Paketkopter wurde erstmals 2013 genutzt. Es handelt sich um einen MD4-1000 Quadrocopter des Siegener Unternehmens Microdrones. Er wiegt knapp 2,7 Kilogramm und kann mit einer Nutzlast von bis zu 1,2 Kilogramm beladen werden. Die Flugdauer beträgt je nach Nutzlast etwa eine halbe Stunde.

Während eines einwöchigen Testbetriebs bei Bonn konnten sich DHL-Mitarbeiter bei einer Partner-Apotheke auf der anderen Seite des Rheins Medikamente bestellen. Ziel des Pilotprojektes war es, Grundlagenforschung zum Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen im Bereich der Logistik zu betreiben.

2014 folgte ein Pilotprojekt auf der Nordseeinsel Juist: Vom Norddeich aus flog der Paketkopter insgesamt 40 Mal zwischen September bis Dezember und konnte bei zwei Notfällen gar Hilfe vor Ort schaffen. Navigiert wurde per GPS, ein komplett autonomer Flug außerhalb der Sichtweite eines Drohnenpiloten ist nach der deutschen Luftverkehrsordnung nicht erlaubt.

Proteste gegen den Paketkopter

Zwei Jahre später arbeitete der Paketkopter in Bayern automatisch eine Route in Bayern ab. Die drei Monate andauernden Tests fanden nach Angaben von DHL zwischen Januar und März im oberbayerischen Reit im Winkl und auf der Winklmoosalm statt. Das selbstständige Be- und Entladen war dabei eine der wichtigsten neuen Funktionen des Geräts.

Gegen das Projekt gab es auch Proteste: Ein Paketkopter, der Lieferungen zu entlegenen Kunden bringt, ist nach Ansicht von Gleitschirm- und Drachenfliegern ein Sicherheitsrisiko. Gerade in schwach besiedelten Bergregionen könne es zu Kollisionen kommen, warnen die Drachenflieger, die ihr Hobby gefährdet sehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


nicoledos 13. Aug 2021 / Themenstart

DHL/Post ist ganz gut dabei mit Pilotprojekten und Studien. Die sind dann doch nur ein...

mainframe 09. Aug 2021 / Themenstart

Auf Juist war das Projekt doch erfolgreich. Die Frage, die sich mir jetzt stellt, warum...

486dx4-160 09. Aug 2021 / Themenstart

Amazon hat's 2013 angekündigt, und liefert mittlerweile seit 5 Jahren ganz regulär...

anonymous_bosch 08. Aug 2021 / Themenstart

Wie vereint man Lieferdrohnen und Luftfahrt ohne der Piraterie in die Hände zu spielen?

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Thinkpad E14 Gen3 im Test
Ryzen-Laptop mit grandiosem Preis-Leistungs-Verhältnis

Schon das Thinkpad E14 Gen2 war exzellent, bei der Gen3 aber hat Lenovo die zwei Schwachstellen - Akku und Display - behoben. Bravo!
Ein Test von Marc Sauter

Thinkpad E14 Gen3 im Test: Ryzen-Laptop mit grandiosem Preis-Leistungs-Verhältnis
Artikel
  1. Manifest v3: Google setzt Enddatum für alte Chrome-Erweiterungen
    Manifest v3
    Google setzt Enddatum für alte Chrome-Erweiterungen

    Die neue Erweiterungsschnittstelle Manifest v3 in Chrome könnte Adblocker erschweren. Ab Januar 2023 muss die Technik genutzt werden.

  2. Eine dritte Hand für Netzwerkadministratoren
     
    Eine dritte Hand für Netzwerkadministratoren

    Die Aufgaben von Systemadministratoren werden immer komplexer und vielfältiger. Unterstützung bietet jetzt das Wiener Start-up PATCHBOX mit dem selbst entwickelten Installations-Tool Setup.exe.
    Sponsored Post von Patchbox

  3. Science-Fiction der Neunziger: Babylon 5 wird neu aufgelegt
    Science-Fiction der Neunziger
    Babylon 5 wird neu aufgelegt

    Die Science-Fiction-Serie Babylon 5 soll neu aufgelegt werden. Ein wichtiger Drehbuchautor des Originals ist mit dabei.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Aktion: Win 10-Laptop/PC kaufen, kostenloses Upgrade auf Windows 11 erhalten • Bosch Professional & PC-Spiele von EA günstiger • Alternate (u. a. Asus TUF 23,8" FHD 165Hz 179,90€) • Nur noch heute PS5-Gewinnspiel bei Amazon • 7 Tage Samsung-Angebote [Werbung]
    •  /