Zusätzlich zu Docsis 3.1: Vodafone überbaut Kabelnetz durch Glasfaser

In Bremen hat Vodafone das Kabelnetz bereits vollständig mit Docsis 3.1 ausgebaut. Doch das reicht nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Glasfaserausbau in Bremen dauert ein Jahr.
Glasfaserausbau in Bremen dauert ein Jahr. (Bild: Vodafone Deutschland)

Vodafone ersetzt Strecken in seinem Kabelnetz in Bremen mit Glasfaser. Das gab der Netzbetreiber am 14. März 2022 bekannt. Rund 95.000 Kabel-Haushalte sollen so besser versorgt werden. Zuvor wurde in Mainz, Hannover und Wiesbaden bereits begonnen, mehr Glasfaser auszubauen. Der Ausbau in Bonn, Essen und Nürnberg soll bald starten.

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Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter sagte, die Glasfaser rücke damit "zu relativ geringen Baukosten" näher in Richtung Kunde.

In Bremen hat Vodafone das Kabelnetz bereits vollständig mit Docsis 3.1 ausgebaut. Mehr als 300.000 Haushalte können hier bis zu 1.000 MBit/s im Downlaod nutzen. Doch das reicht offenbar nicht aus: Ein Drittel der Kabel-Haushalte erhalten mehrere Dutzend neue Glasfaserstrecken. In insgesamt zehn Stadtteilen entstehen zudem rund 300 neue Glasfaserknoten.

Außerdem werden 25 Mobilfunkmasten per Glasfaser erschlossen und so für den 5G-Ausbau vorbereitet. Der Glasfaserausbau in Bremen soll im März 2023 vollendet sein.

Remote-Phy-Technik und die Tücken

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Hintergrund ist, dass Vodafone laut Brancheninsidern die Technik für den virtuellen Nodesplit nicht stabilisiert bekommt. Cluster werden deshalb regional mit Glasfaser überbaut, weil das schneller geht. Vodafone setzt offenbar ausschließlich Remote-Phy-Technik ein und nicht Remote-Macphy.

Bei Remote-Phy sind die Kopfstelle und das CMTS aufgesplittet. Im Feld ist nur das Phy-Layer, im Headend ist nach wie vor CMTS-Funktionalität nötig. Das Zusammenspiel der Geräte dürfte zumindest einen Teil der Probleme verursachen. Remote-Macphy/Remote-CCAP gilt dagegen unter Experten als deutlich einfacher, weil die gesamte CMTS- und QAM-Funktionalität im Node ist.

Ein virtueller Nodesplit bedeutet, dass ein Koax-Verteilnetz in mehrere Stücke "geschnitten" wird und diese eine eigene RF-Docsis-3.1-Einspeisung erhalten. Vodafone erklärte die Technik im Mai 2021 wie folgt: "Voraussetzung ist verteilte Netzarchitektur, bei der zentrale Funktionen aus den Technikstandorten im regionalen Transportnetz in die lokalen Glasfaserknotenpunkte wandern. Der Vorteil: Die Netzinfrastruktur wird digitaler, die Signalqualität besser und der Energieverbrauch des Netzes sinkt. Netzweit haben wir bereits einen Teil unserer CMTS-Netztechnik auf Remote Phy (DCA) umgestellt und damit die Voraussetzung für virtuelle Netzsegmentierungen geschaffen."

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ImperatorBob 16. Mär 2022

Hä? Vodafone überbaut hier Teile der Infrastruktur die noch nicht Glasfaser waren mit...

Holzkopf 15. Mär 2022

Das sind beides unterschiedliche Techniken. R-PHY = Fiber-Node mit digitaler Anbindung...



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