Zunum: Luftfahrt-Startup verklagt Boeing

Hat der Flugzeug-Hersteller Boeing einen Konkurrenten absichtlich in die Pleite getrieben?

Artikel veröffentlicht am ,
Hybridflugzeug von Zunum: innovatives Unternehmen mit Zukunftspotenzial
Hybridflugzeug von Zunum: innovatives Unternehmen mit Zukunftspotenzial (Bild: Zunum)

Hat Boeing seine Marktposition ausgenutzt, um einem Konkurrenten zu schaden? Das behauptet zumindest das US-Luftfahrt-Startup Zunum und hat gegen den US-Luftfahrtkonzern geklagt.

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Zunum Aero entwickelte ein zwölfsitziges Regionalflugzeug mit Hybridantrieb. 2022, so kündigte das Startup 2017 an, werde es erstmals fliegen. Um das zu erreichen, hatte Zunum eine Finanzierungsrunde gestartet und 6,2 Millionen US-Dollar eingeworben. Zu den Investoren gehörte auch Boeing. Hinzu kam ein Zuschuss von 800.000 US-Dollar aus dem Clean-Energy-Topf des US-Bundesstaates Washington.

Zunum entließ fast alle Beschäftigten

Doch statt an seinem Flugzeug weiterzuarbeiten, meldete das von ehemaligen hochrangigen Mitarbeitern von Microsoft und Google gegründete Unternehmen Konkurs an. Es musste zwei seiner Standorte schließen und fast alle seiner 70 Mitarbeiter entlassen.

Zwei Jahre nach dem Bankrott reichte Zunum vor dem Superior Court des Bundesstaates Washington eine Klage gegen Boeing ein. Der Konzern habe verhindert, dass Zunum weitere Geldmittel habe einwerben können, heißt es nach Angaben des US-Onlinenachrichtenangebots The Verge in der Anklageschrift. Zudem habe Boeing versucht, Zunums Ingenieure abzuwerben.

Boeing soll Zunum behindert haben

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Grund dafür war laut Zunum, dass Boeing sich durch die von Zunum entwickelte Technik bedroht sah. Boeing sah demnach in dem Startup ein innovatives Unternehmen mit Zukunftspotenzial und investierte deshalb. Doch dann eignete sich der Konzern über seine Funktion als Investor die Technologie von Zunum an und behinderte laut Anklage den Neueinsteiger absichtlich, um seine marktbeherrschende Position in der kommerziellen Luftfahrt aufrechtzuerhalten.

Zunum fordert von Boeing und dem französischen Triebwerkshersteller Safran Schadenersatz. Ein Sprecher von Boeing erklärte, die Klage sei unbegründet und das Unternehmen werde sie vor Gericht anfechten.

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FreiGeistler 28. Nov 2020

Ist immer so; ab einer gewissen Grösse wurde der Konkurenzkampf ausgehebelt. Sei es...

berritorre 26. Nov 2020

hahaha, ich schreibe es falsch und du machst gleich weiter. "Boing" sollte natürlich...

the_crow 26. Nov 2020

Mit 6.2 Mio baut man sicher kein Flugzeug in dieser Größenordnung, das reicht höchstens...



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