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Northrop Grumman kann von schlechter PR für SpaceX profitieren

Eine fehlgeschlagene Abtrennung könnte auch die Treibstofftanks der Stufe oder der Nutzlast beschädigt haben. Die Tanks stehen zu dem Zeitpunkt unter Druck, ein Leck würde zum sofortigen Taumeln führen und auch die Spirale erklären. Genauso möglich ist es, dass die Steuerung des noch befestigten Satelliten versucht hat, mit dem eigenen Triebwerk die Lagekontrolle herzustellen. Dann würde die Lagesteuerung der Raketenstufe gegen den Satelliten arbeiten und so beide außer Kontrolle bringen.

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Bisher wurde noch nicht einmal bestätigt, ob Zuma überhaupt im Orbit ist. Mit Sicherheit wissen Raumfahrtorganisationen wie die ESA durch Radarbeobachtungen, was mit dem Satelliten passierte. Von dort gibt es aber keine Aussage. Selbst wenn Zuma nie in einen Orbit gelangt ist, spricht das noch nicht notwendigerweise für einen Fehlschlag der Mission. Es ist unbekannt, was Zweck der Mission war. Es könnte sich beispielsweise um eine suborbitale Mission zum Test von Wiedereintrittsverfahren gehandelt haben.

Wegen ungünstiger Bedingungen ist der mögliche Orbit von Zuma für Amateure noch für einige Tage nicht einsehbar. Ohne klare Aussagen der Beteiligten lässt sich vorerst nicht sagen, was tatsächlich mit Zuma passiert ist. Unabhängig von aller Geheimhaltung würden aber Probleme mit der Technik der Falcon 9 zu Verzögerungen im Flugbetrieb von SpaceX führen. Bisher gibt es keinerlei Anzeichen für Verzögerungen, obwohl sowohl Falcon 9 als auch Falcon Heavy die gleiche Technik in der Oberstufe verwenden.

Northrop Grumman will selbst Militärsatelliten starten

Der Auftraggeber Northrop Grumman ist in all dem auch keine neutrale Partei. Die Firma hat im vergangenen Jahr bekanntgegeben, den Raketenbauer Orbital ATK aufzukaufen, der bisher eine große Zahl geheimer Missionen für das US-Militär gestartet hat. Die Firma Orbital ATK arbeitet seit 2016 unter dem Projektnamen Next Generation Launcher an einer neuen Rakete auf Grundlage von Spaceshuttle-Feststoffboostern, die mit der Leistung einer Falcon 9 vergleichbar wäre. Sie wurde explizit für militärische Nutzlasten konzipiert. Der erste Start ist derzeit für 2021 geplant.

SpaceX musste sich das Recht, Satellitenstarts für das US-Militär durchführen zu dürfen, im Jahr 2015 vor Gericht erstreiten. Davor waren diese Starts den deutlich teureren Raketen der Konkurrenz von United Launch Alliance (eine Kooperation von Boeing und Lockheed Martin) und Orbital ATK vorbehalten. SpaceX klagte erfolgreich gegen das Monopol dieser Anbieter. Starts von Militärsatelliten sind wegen der erhöhten Sicherheitsauflagen und damit möglichen Zusatzgebühren besonders lukrativ für Anbieter von Raketenstarts.

Gwynne Shotwell, COO und Präsidentin von SpaceX, gab kurz vor Fertigstellung dieses Artikels in einem Statement ungewöhnlich deutlich zu verstehen, dass alle Verlautbarungen über technische Probleme der Falcon 9 "kategorisch falsch" seien und keinerlei Änderungen an der Rakete in künftigen Missionen benötigt würden. Weitere Kommentare seien aufgrund der Geheimhaltungsvorschriften unmöglich.

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 Zuma: Start erfolgreich, Satellit tot
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Trollversteher 15. Jan 2018

Klar, wenn man einen 10cm großen "Minisatelliten" in einem hohen installiert, dann wird...

subjord 10. Jan 2018

Das Militär behauptet gar nichts. Nur ein paar Nachrichtenagenturen.

nobs 10. Jan 2018

immerhin schreiben sie es dazu :)

Trollversteher 10. Jan 2018

Das scheint eine ziemlich fatal-erfolgreiche Strategie von euch Ösis zu sein, die nicht...

PaBa 10. Jan 2018

Wie steht denn das Gewicht zu den Kosten? Verstehe den Satz im Zusammenhang mit den...


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