Abo
  • Services:

Zuma: Geheimsatellit hat sich nicht von der Rakete getrennt

Detailliertere Berichte zum Start des geheimen Satelliten Zuma geben dem Hersteller Northrop-Grumman die Schuld am Fehlstart im Januar.

Artikel veröffentlicht am ,
Die geheime Zuma Nutzlast unter der Nutzlastverkleidung stürzte zusammen mit der Oberstufe in den indischen Ozean.
Die geheime Zuma Nutzlast unter der Nutzlastverkleidung stürzte zusammen mit der Oberstufe in den indischen Ozean. (Bild: SpaceX / Screenshot (Golem.de))

Nach einem Bericht des Wall Street Journal soll der Geheimsatellit Zuma durch eine Fehlfunktion des Nutzlastadapters von Northrop-Grumman verloren gegangen sein. Schon kurz nach dem Start am 8. Januar gab es Meldungen, dass der Satellit nicht die geplante Umlaufbahn erreicht haben soll. Die für den Start mit einer Falcon 9 Rakete verantwortliche Firma SpaceX durfte sich wegen der Geheimhaltungsvorschriften nicht zu Details äußern, außer, dass die Rakete wie geplant funktionierte.

Stellenmarkt
  1. engelbert strauss GmbH & Co. KG, Biebergemünd
  2. Robert Bosch GmbH, Renningen

Gerüchten zufolge soll die Mission 3,5 Milliarden US-Dollar gekostet haben. Das Projekt ist so geheim, dass nicht einmal die Behörde bekanntgegeben wurde, in deren Auftrag Zuma gebaut wurde. Die Finanzierung erfolgte dabei an "den üblichen Kanälen vorbei". Selbst die für Geheimprojekte übliche parlamentarische Aufsicht war noch stärker eingeschränkt als sonst. Der Zweck von Zuma ist immer noch nicht bekannt, allerdings berichten die Quellen des Wall Street Journal, die Nutzlast habe besonders empfindlich auf Erschütterungen reagiert.

Bauteil des Satellitenherstellers soll schuld sein

Der Nutzlastadapter ist das Bauteil, das beim Start den Satelliten mit der Rakete verbindet und nach dem Start wieder freigibt. Wegen der hohen Empfindlichkeit des Satelliten verwendete Northrop-Grumman einen eigenen Adapter mit besonderen Stoßdämpfern anstelle des von SpaceX gelieferten Standardadapters. Er soll am Boden dreimal erfolgreich getestet worden sein, versagte aber beim Flug im Orbit. Der Satellit blieb mit der Oberstufe der Falcon 9 verbunden bis diese das Deorbitierungsmanöver für einen kontrollierten Absturz im Indischen Ozean flog. Dabei soll sich der Satellit letztlich doch gelöst haben, konnte aber nicht mehr gerettet werden.

Northrop Grumman ist neben Zuma auch verantwortlich für den Bau des James Webb Telescopes, dessen Start sich wegen Problemen weiter verzögert. Das geht mindestens mit einem großen Ansehensverlust der Firma einher, die sich in Zukunft noch stärker in der Raumfahrt engagieren wird. Im September gab das Unternehmen bekannt, Orbital ATK für 9,2 Milliarden US Dollar aufzukaufen, inklusive der Satelliten- und Raketenbausparte der von ATK aufgekauften Firma Orbital Sciences.

Es bleibt abzuwarten, ob ein öffentlich einsehbarer Abschlussbericht zu Zuma verfasst wird. Die geschilderten Probleme sind aber zumindest plausibel. Die Air Force erklärte bereits am 22. Januar, dass sie weiterhin Vertrauen in die Raketen von SpaceX habe.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 499,00€
  2. 54,99€
  3. (-80%) 3,99€
  4. 3,84€

thecrew 12. Apr 2018 / Themenstart

Natürlich ist das auch veranlagt. Und sicherlich hat der in seiner Jugend auch gekifft...

styler2go 12. Apr 2018 / Themenstart

Dann wäre, wie ich geschrieben habe, der Satellit eher "harmlos" und für uns gut statt...

amie 10. Apr 2018 / Themenstart

Wenn man die Flugrichtung der Rakete kennt, muesste man ihn ja irgendwie optisch oder mit...

ATLAS 10. Apr 2018 / Themenstart

Also "empfindlich auf Erschütterungen" und "Geheimprojekte" vielleicht ein Laser...

Grover 10. Apr 2018 / Themenstart

So ist das mit geheimen Sachen. Der Nutzlastadapter hatte bestimmt nicht die...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Frösteln in Frostpunk - Golem.de Live

Frostpunk ist ein düsteres Aufbauspiel, aber mit der Unterstützung unserer Community haben wir frostige Zeiten im Livestream überwunden.

Frösteln in Frostpunk - Golem.de Live Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

God of War im Test: Der Super Nanny
God of War im Test
Der Super Nanny

Ein Kriegsgott als Erziehungsberechtigter: Das neue God of War macht nahezu alles anders als seine Vorgänger. Neben Action bietet das nur für die Playstation 4 erhältliche Spiel eine wunderbar erzählte Handlung um Kratos und seinen Sohn Atreus.
Von Peter Steinlechner

  1. God of War Papa Kratos kämpft ab April 2018

    •  /