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Das erste Programm der Geschichte

"Die Kommentare sind doppelt so lang wie das eigentliche Transkript", betont Doreen Hartmann. Und der letzte Kommentar, die "Note G", hat es in sich: Er enthält besagtes erstes Programm der Geschichte. Hartmann erklärt: "Es ist eine Schritt-für-Schritt-Anweisung, wie die Analytical Engine programmiert und bedient hätte werden müssen, um die Bernoulli-Zahlen damit zu berechnen."

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Die Bernoulli-Zahlen sind eine mathematische Zahlenfolge. Ada Lovelace nutzt diese, um die Fähigkeiten der Analytical Engine zu demonstrieren. Ihr Programm ist kein Text mit Befehlen, sondern eine Tabelle. Die Zeilen beschreiben den Gesamtzustand der Analytical Engine zu einem bestimmten Zeitpunkt, während in den Spalten die einzelnen Komponenten aufgeführt sind. Ada Lovelace dokumentiert in dem Diagramm sowohl die Eingaben als auch die angenommenen Zustände der einzelnen Teile, also die Ausgabe. Zudem nutzt sie Schleifen und andere Optimierungen, um den mechanischen Durchlauf effizienter zu gestalten.

  • Versuchsmodell der Analytical Engine (Foto: Science Museum London/CC-BY-SA-2.0)
  • Die nachträglich gebaute Difference Engine im Computer History Museum in Kalifornien (Foto: Jitze Couperus/CC-BY 2.0)
  • Die bekannteste Darstellung von Ada Lovelace, das Gemälde von Alfred Edward Chalon (Bild: gemeinfrei)
  • Die Berechnungen führen aufeinander abgestimmte Zahnräder durch. (Foto: Carsten Ullrich/CC-BY-SA-2.5)
  • Ada Lovelace im Alter von 21. Jahren, gemalt von Margaret Sarah Carpenter, nach der Geburt ihres ersten Kindes (Bild: gemeinfrei)
  • Das Porträt von Ada Lovelace als Kind ließ die Mutter für den Vater, den Dichter Lord Byron, anfertigen. (Bild: gemeinfrei)
  • Das letzte Bild von Ada Lovelace. Sie soll unter Schmerzen Modell gestanden haben. (Bild: gemeinfrei)
  • Das von Ada Lovelace entworfene Programm zur Berechnung der Bernoulli-Zahlen ist eine Tabelle mit genauen Anweisungen zur Bedienung der Analytical Engine. (Bild: gemeinfrei)
  • Seltener zu sehen ist diese späte Daguerrotypie von Ada Lovelace, die bereits von Krankheit geschwächt ist. (Aus dem Buch: Ada, Countess of Lovelace: Byron's Legitimate Daughter, Doris Langley Moore)
Das von Ada Lovelace entworfene Programm zur Berechnung der Bernoulli-Zahlen ist eine Tabelle mit genauen Anweisungen zur Bedienung der Analytical Engine. (Bild: gemeinfrei)

Auf diese Arbeit ist Ada Lovelace stolz: "Ja, ich bin sehr zufrieden mit diesem meinem ersten Kind", schreibt sie, zu diesem Zeitpunkt wohlgemerkt schon Mutter von drei Kindern. "Es ist ein ungewöhnliches Baby und wird zu einem Mann erster Größe und Macht heranwachsen."

Eine Maschine mit universellem Potenzial

Da die Analytical Engine nie gebaut wird, kann Ada Lovelace den Algorithmus zur Berechnung der Bernoulli-Zahlen nur theoretisch auf Papier konzipieren. Testen und verbessern kann sie den Ablauf nicht. Aber Lovelace hält in den Kommentaren auch grundsätzliche Gedanken zu den Möglichkeiten der Rechenmaschine fest.

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Im Gegensatz zu Babbage sieht sie auch Potenzial abseits reiner Rechenaufgaben: Die Analytical Engine "könnte auf andere Dinge als Zahlen angewandt werden, wenn man Objekte finden könnte, deren Wechselwirkungen durch die abstrakte Wissenschaft der Operationen dargestellt werden können und die sich für die Bearbeitung durch die Anweisungen und Mechanismen des Gerätes eignen", schreibt sie. Ada Lovelace denkt beispielsweise an Musik. Anders als Babbage und Menabrea sieht sie das universelle Potenzial der Analytical Engine und sagt: "Eine ungeheure, neue Sprache ist entstanden."

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 Zum 200. Geburtstag: Ada Lovelace - die erste Programmiererin?Zwischen leidenschaftlicher An- und Aberkennung 
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crazypsycho 13. Dez 2015

Genervt sein kann nur der Benutzer, richtig. Aber auch eine Programmiersprache kann...

Moe479 12. Dez 2015

was genau war an "dieser heutigen welt" nicht zu verstehen, ist es nicht allein deine...

frostbitten king 12. Dez 2015

Ketzer!!!!11elf. Ab ins Femi-Ideologie-Seminar ..äh .. falsch .. Diversity Seminar. Wo...

YoungManKlaus 11. Dez 2015

Das sind alles keine Gegensätze, im Gegenteil.

Icestorm 11. Dez 2015

Vielleicht ist ja etwas dran, aber wenn zwei Stellen eine dritte als Quelle zitieren...


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