Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Zulieferer: Tesla hat angeblich Liquiditätsprobleme

Tesla soll Zulieferer zu einem sogenannten Cashback aufgefordert haben. Sie sollten ihre Rechnungen nachträglich reduzieren. Dies deutet auf Liquiditätsprobleme des Elektroautoherstellers hin.
/ Andreas Donath
283 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Tesla geht wohl langsam das Geld aus. (Bild: Pexels)
Tesla geht wohl langsam das Geld aus. Bild: Pexels / CC0 1.0

Der Elektroautohersteller Tesla soll einem Bericht des Wall Street Journals zufolge(öffnet im neuen Fenster) seine Zulieferer um einen sogenannten Cashback gebeten haben. Das bedeutet, die Zulieferer sollen Geld zurückzahlen. Tesla bat angeblich um nachträgliche Rabatte bis ins Jahr 2016 zurück. Dabei geht es nicht um Preisreduktionen aufgrund von Produktmängeln oder verspäteten Lieferungen. Laut Wall Street Journal benötigt Tesla die Rückzahlungen, um den Betrieb weiterführen zu können.

Tesla bestätigte der Zeitung die Preisnachlassforderungen, relativierte aber ihre Bedeutung. Es handle sich um ein marktübliches Vorgehen bei neuen Auftragsvergaben. Eigentlich wolle Tesla kein frisches Eigenkapital oder neue Schulden aufnehmen, sagte Firmenchef Elon Musk noch im Mai 2018. Tesla will nach eigenen Angaben im zweiten Halbjahr 2018 Gewinn machen.

Tesla erreichte im Juni 2018 erstmals das geplante Produktionsziel von 5.000 Model 3 pro Woche . Kurz davor war bekannt geworden, dass Tesla das Management ausdünnen und das Unternehmen umstrukturieren wolle, um in der zweiten Jahreshälfte Profitabilität zu erzielen. Danach wurde öffentlich, dass Tesla bis zu neun Prozent der Belegschaft entlassen müsse.

Tesla-Fabrik Tilburg – Bericht
Tesla-Fabrik Tilburg – Bericht (01:40)

Bislang verhinderten Probleme in der Produktion, dass das Model 3 in ausreichend großer Zahl verfügbar war. Das soll einen Teil der Cash-Reserven Teslas aufgezehrt haben.


Relevante Themen