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Zulieferer: Schaeffler baut wegen E-Mobilität 1.300 Stellen ab

Der Automobilzulieferer Schaeffler muss wegen des Wandels weg vom Verbrenner hin zur Elektromobilität 1.300 Stellen abbauen.
/ Andreas Donath
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4-in-1-E-Achse von Schaeffler (Bild: Schaeffler)
4-in-1-E-Achse von Schaeffler Bild: Schaeffler

Wegen des sich beschleunigenden Wandels im Bereich der Antriebstechnologien hat Schaeffler den Abbau von 1.300 Stellen beschlossen(öffnet im neuen Fenster) . Der Abbau betrifft vornehmlich die Segmente Motor-/Getriebesysteme und Wellenlager sowie Verwaltungsstellen und soll im Wesentlichen bis Ende 2026 umgesetzt werden. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen bislang etwa 83.000 Menschen.

Der Chef der Sparte Automotive Technologies der Schaeffler AG, Matthias Zink, sagte: "Es reicht künftig nicht aus, nur technologisch führend zu sein. Vielmehr sind wettbewerbsfähige Kostenstrukturen entscheidend, um die Transformation weiter zu beschleunigen und Schaeffler konsequent auf die Elektrifizierung des Antriebsstrangs auszurichten. Dies bedeutet im Umkehrschluss auch, die Kostenbasis zu reduzieren und Überkapazitäten abzubauen."

Die Maßnahmen kosten einmalig rund 130 Millionen Euro und sollen jährlich bis zu 100 Millionen Euro einsparen.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, entfallen knapp drei Viertel des Kapazitätsabbaus auf Stellen in der Verwaltung sowie in zentralen Funktionen im Bereich Forschung und Entwicklung für Verbrennungsmotoren. Der Rest sind Stellen in der Produktion. Der Stellenabbau betrifft sowohl das Inland als auch das Ausland. In Deutschland sind vor allem die Standorte Herzogenaurach, Bühl und Homburg betroffen. Jede vierte Stelle, die abgebaut werden soll, befindet sich außerhalb Deutschlands.

Gleichzeitig will Schaeffler die betroffenen deutschen Standorte durch Investitionen in neue Technologien stärken. In Herzogenaurach werden die Wasserstoffaktivitäten ausgebaut. Zudem sollen dort Komponenten für Elektrofahrzeuge entwickelt werden. In Bühl will Schaeffler seinen Entwicklungs- und Fertigungscampus für die Elektromobilität erweitern.


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