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Zulassungsstatistik: Jeder vierte Neuwagen ist vollelektrisch

Im April 2026 ist der Anteil der vollelektrischen Neuzulassungen weiter gestiegen. Tesla erreicht jedoch nicht wieder seine Verkaufszahlen vom Vormonat.
/ Friedhelm Greis
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Neue E-Autos wie der BMW iX3 drängen inzwischen auf den deutschen Markt. (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Neue E-Autos wie der BMW iX3 drängen inzwischen auf den deutschen Markt. Bild: Friedhelm Greis/Golem

Vollelektrische Pkw haben im April 2026 ihren Anteil an den Neuzulassungen auf mehr als ein Viertel gesteigert. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes(öffnet im neuen Fenster) (KBA) nahm die Zahl der neu zugelassenen E-Autos im Vergleich zum Vorjahresmonat um 41,3 Prozent auf 64.350 Fahrzeuge zu. Das entspricht einem Anteil von 25,8 Prozent an den 249.163 Neuzulassungen.

Bereits im März 2026 zogen Elektroautos erstmals seit Jahren wieder an den Benzinern vorbei. Diese Antriebsart kam im April nur noch auf 21,4 Prozent der Neuzulassungen, was einem Rückgang von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.

Einen höheren Anteil von E-Autos gab es bereits im Dezember 2022 mit 33 Prozent und im August 2023 mit 32 Prozent. Allerdings spielten in diesen Monaten Sondereffekte eine Rolle, da Kaufprämien reduziert wurden oder ausliefen.

Irankrieg wirkt sich erst verzögert aus

Die neue Kaufprämie der Bundesregierung dürfte sich inzwischen ebenfalls auf die Neuzulassungen auswirken. Die Regierung kündigte die Prämie Ende Januar 2026 an, so dass danach bestellte Fahrzeuge inzwischen auf der Straße unterwegs sein dürften.

Der Trend zu Elektroautos aufgrund der gestiegenen Benzinpreise infolge des Irankrieges spiegelt sich nach Darstellung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer in den Herstellerrabatten wider. "Im Monat April sind die Rabatte auf Elektroautos deutlich gesunken. Damit wird der Trend zu sinkenden Elektroauto-Rabatten der letzten Monate verstärkt. Neuwagen mit Verbrennungsmotor zeigten in den letzten Monaten im Gegensatz dazu einen Trend in Richtung steigender Rabatte", teilte der Direktor des Center Automotive Research (CAR) mit.

Die hohen Treibstoffkosten hätten am Markt eine stärkere Nachfrage nach Elektroautos ausgelöst, so Dudenhöffer. Die Zulassungszahlen zeigten hingegen eher "die Reaktionen der Autokäufer von drei oder vier Monaten aus der Vergangenheit".

Einen Zuwachs von 255,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete Tesla mit 3.149 Neuzulassungen. Das ist aber ein starker Rückgang gegenüber dem Vormonat, in dem mehr als 9.000 Tesla-Fahrzeuge verkauft wurden.

Nio überdenkt Vertriebsmodell

Starke Zuwächse im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten die chinesischen Hersteller BYD (plus 200,4 Prozent), Leapmotor (plus 331,5 Prozent) und Xpeng (plus 187,4 Prozent), wobei BYD im März 2026 einen reinen Elektroanteil von 33 Prozent aufwies und Leapmotor rund 91 Prozent vollelektrische Autos verkaufte. Der Anteil der drei Hersteller lag mit 6.655 Fahrzeugen jedoch nur bei 2,7 Prozent des Gesamtmarktes.

Weiterhin desaströse Zahlen gibt es für Nio. Mit nur einer Zulassung im April 2026 wurden hierzulande in diesem Jahr bislang nur 9 Nios verkauft. Das Unternehmen räumte auf Nachfrage der Süddeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) zuletzt Probleme mit seinem Vertriebsmodell (g+) ein.

"Die gegenwärtige Situation ist nicht das, was wir uns 2021 vorgestellt haben", teilte der Hersteller demnach mit. Bescheidene Anpassungen reichten nicht mehr aus. In einzelnen Märkten habe das Unternehmen bereits auf einen allgemeinen Vertriebspartner umgestellt. Der eigene Direktvertrieb werde laufend geprüft, man sei offen dafür, das Geschäftsmodell weiter zu verändern, hieß es weiter.


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