Abo
  • Services:
Anzeige
Ein reales Auto fährt beim DLR über eine virtuelle Autobahn.
Ein reales Auto fährt beim DLR über eine virtuelle Autobahn. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Fahrzeuge dürfen nicht selbst lernen

Doch lassen sich automatisierte Fahrzeuge überhaupt zuverlässig überprüfen, wenn die Systeme angeblich selbstlernend sein sollen und auf Basis der aufgezeichneten Verkehrssituationen eigene Regeln bilden könnten? Köster ist in diesem Punkt sehr skeptisch: "Angenommen, man hat ein intelligentes System, das ein bestimmtes Verkehrsregelwerk in Frage stellen würde, weil es das Durchfahren einer Kreuzung in engeren Bögen viel 'schöner' findet und hierbei zum Beispiel Spurmarkierung und andere Regularien einfach mal außer Acht lassen würde. Das kann ich mir nicht vorstellen, das will ich mir in solcher naiven Form nicht vorstellen."

Anzeige

Die Hersteller wiegeln ebenfalls ab. "Maschinelles Lernen bedeutet, dass 'offline' eine sehr große Zahl von Situationsdaten rechnerisch simuliert wird und automatisiert ein Satz geeigneter Algorithmen erstellt wird. Dieser Satz von Algorithmen wird danach in das Fahrzeug übertragen und während der Fahrt nicht verändert. Damit ist gewährleistet, dass sich ein Fahrzeug immer reproduzierbar verhält", sagt BMW. Volkswagen und Audi sehen derzeit den Einsatz von lernenden Algorithmen, die das Fahrverhalten während der Fahrzeugnutzung ändern können, nicht vor. Ebenso wie Daimler nutzen sie allerdings sogenannte Deep-Learning-Methoden auf Basis von Convolutional Neural Networks bei der Entwicklung.

Verhalten bleibt deterministisch

Zudem wenden sich die Hersteller entschieden gegen den Einsatz von Zufallsgeneratoren in ihren Autos. "Auf der Ebene des Gesamtfahrzeugs muss ein deterministisches Verhalten, im Rahmen technisch üblicher Parameterstreuungen, gewährleistet sein", sagt BMW. Dabei könnte es in manchen Situationen durchaus sinnvoll sein, beispielsweise per Zufallsgenerator eine Route zu wählen. Wenn bei einem Stau alle Fahrzeuge dieselbe Ausweichstrecke wählen, ist das Verkehrschaos praktisch programmiert. Aber auch für den Volkswagen-Konzern gilt: "Aktuell gibt es aus unserer Sicht keinen Nutzen für den Einsatz von Zufallsgeneratoren bei Fahrfunktionen."

Auch diese Entscheidung dürfte wohl im Sinne der Zulassungsbehörden sein. Denn wie soll man eine Funktion genehmigen, wenn man im Zweifel gar nicht weiß, wie sie sich verhält? Zudem stellt sich die Frage, wie künftig mit den Änderungen an der Fahrzeugsoftware umgegangen wird. Muss jeder neue Algorithmus wieder umfangreich geprüft werden? Und woher sollen die Behörden wissen, was tatsächlich an der Software verändert wurde? Vor allem vor dem Hintergrund der VW-Dieselaffäre sollten die Behörden gegenüber den Beteuerungen der Hersteller skeptischer geworden sein.

 Tesla testet im RealverkehrWer darf den Quellcode sehen? 

eye home zur Startseite
Jan Martin 06. Nov 2016

Die Statistik besagt bspw. ein Mensch baut alle xxx Mio Kilometer einen Unfall. Und alle...

Berner Rösti 06. Nov 2016

Nö. Die Leute denken, dass die Piloten da drin sitzen, um im Notfall eingreifen zu können.

nasenweis 05. Nov 2016

ohje. Da sollte sich mal jemand schlau machen was Fahrzeugassistenzsysteme heute schon...

Ugly 05. Nov 2016

Hmm, eine Antwort willst du jetzt nicht wirklich,oder?

nasenweis 05. Nov 2016

Da kann ich nichts mehr hinzufügen +1



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Scionics Computer Innovation GmbH, Dresden
  2. Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart
  3. TecAlliance GmbH, Ismaning, Köln, Weikersheim oder Home-Office
  4. Daimler AG, Sindelfingen


Anzeige
Top-Angebote
  1. 127,00€ (Vergleichspreis 149€)
  2. 449,00€
  3. 59,99€/69,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. NFC

    Neuer Reisepass lässt sich per Handy auslesen

  2. 1 GBit/s überall

    Alternative Netzbetreiber wollen Glasfaser statt 5G

  3. Nintendo Switch im Test

    Klack und los, egal wie und wo

  4. Next EV Nio EP9

    Elektrosportwagen stellt Rekord beim autonomen Fahren auf

  5. Bytecode fürs Web

    Webassembly ist fertig zum Ausliefern

  6. 5G

    Huawei will überall im Mobilfunknetz 100 MBit/s bieten

  7. Meet

    Google arbeitet an Hangouts-Alternative

  8. Autonome Lkw

    Trump-Regierung sorgt sich um Jobs für Trucker

  9. Limux-Rollback

    Was erlauben München?

  10. Ausfall

    O2-Netz durch Ausfall von Netzserver zeitweise gestört



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Trappist-1: Der Zwerg und die sieben Planeten
Trappist-1
Der Zwerg und die sieben Planeten
  1. Weltraumteleskop Erosita soll Hinweise auf Dunkle Energie finden
  2. Astrophysik Ferne Galaxie schickt grelle Blitze zur Erde
  3. Astronomie Vera Rubin, die dunkle Materie und der Nobelpreis

Limux: Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
Limux
Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
  1. Limux München prüft Rückkehr zu Windows
  2. Limux-Projekt Windows könnte München mehr als sechs Millionen Euro kosten
  3. Limux Münchner Stadtrat ignoriert selbst beauftragte Studie

Bundesnetzagentur: Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
Bundesnetzagentur
Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
  1. My Friend Cayla Eltern müssen Puppen ihrer Kinder zerstören
  2. Matoi Imagno Wenn die Holzklötzchen zu dir sprechen
  3. Smart Gurlz Programmieren lernen mit Puppen

  1. Framedrops ...

    lumks | 18:40

  2. Korrekturvorschlag

    Pjörn | 18:37

  3. haben die bei AWS gehostet :D :D :D

    User_x | 18:36

  4. Re: nochmal

    /mecki78 | 18:36

  5. Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk...

    wire-less | 18:36


  1. 15:22

  2. 15:08

  3. 15:00

  4. 14:30

  5. 13:42

  6. 13:22

  7. 12:50

  8. 12:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel