Zukunftsfonds Autoindustrie: Bund fördert Auto-Software mit 340 Millionen Euro

Mit einer Milliarde Euro unterstützt der Bund die Transformation der Autoindustrie. Ein Drittel davon ist für die Digitalisierung gedacht.

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Auto-Software wie die Routenplanung für Elektroautos spielt eine immer wichtigere Rolle.
Auto-Software wie die Routenplanung für Elektroautos spielt eine immer wichtigere Rolle. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Die Bundesregierung hat die Verteilung ihres Zukunftsfonds Automobilindustrie bekanntgegeben. Von der vorgesehenen Summe von einer Milliarde Euro fließen demnach 340 Millionen in Digitalisierungsprojekte. "Die Themenschwerpunkte sind Betriebssysteme und E-Architekturen, Software und Systems Engineering, Absicherung/Validierung, Digital Twins und Virtualisierung", teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Zudem würden Startups in diesem Bereich mit dem Programm Exist gefördert.

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Die Einrichtung des Zukunftsfonds war auf einem Autogipfel im November 2020 beschlossen worden. Seitdem hat ein unabhängiger Expertenrat die Empfehlungen für die Verwendung der Fördergelder erarbeitet. Das Konzept wurde am Mittwoch auf der sechsten Sitzung der Konzertierten Aktion Mobilität vorgestellt.

Demnach werden weitere 340 Millionen Euro für ein "Transfergesamtkonzept" zur Verfügung gestellt. Damit würden regionale Transformationsnetzwerke gefördert, um die relevanten Akteure zusammenzubringen und regionale Transformationsstrategien zu entwickeln. Die entsprechende Förderbekanntmachung hat das Ministerium bereits im Juli 2021 veröffentlicht.

Die restlichen 320 Millionen Euro sind "zur Stärkung nachhaltiger Wertschöpfungsketten der Mobilität der Zukunft" vorgesehen. Schwerpunkte lägen "in der Kreislaufwirtschaft und der Befähigung des Mittelstands für die Elektromobil-Produktion und der Produktion von E-Antrieben und Brennstoffzellen". Ein erster Förderaufruf ist bereits erfolgt. Die Entwicklung von Weiterbildungskonzepten in den Bereichen der Mobilität der Zukunft werde ebenfalls gefördert.

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Konkrete Beschlüsse wurden auf dem sechsten Autogipfel nicht gefasst. Die Bundesregierung befindet sich eigenen Angaben zufolge in Gesprächen mit der Mineralölwirtschaft, um "zügig eine konkrete und belastbare Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Verbänden der Tankstellenbetreiber zu erreichen". Dabei geht es um den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Mit Blick auf das von der EU-Kommission vorgeschlagene Klimaschutzprogramm Fit for 55 seien sich die Vertreter auf dem Autogipfel einig gewesen, "dass konsequenter Klimaschutz eine Voraussetzung für zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg ist".

Darüber hinaus teilte die Regierung mit, dass der ebenfalls im November 2020 beschlossene Datenraum Mobilität den operativen Betrieb aufgenommen habe. Ausgewählte Anwendungsfälle sollen auf dem ITS-Weltkongress im Oktober dieses Jahres in Hamburg vorgestellt werden.

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