Zukunft von SaaS: Oracle-CEO sieht keine Gefahr durch KI
Für Oracle-CEO Mike Sicilia stellt die fortschreitende Automatisierung durch KI-Tools keine Gefahr für die Software-as-a-Service-Branche (SaaS) dar. Wie Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) , sagte er während einer Telefonkonferenz mit Investoren am 10. März 2026, dass KI-Tools und deren Programmierfähigkeiten nur dann eine Gefahr darstellen würden, wenn sie von SaaS-Firmen nicht eingesetzt würden.
Der Manager reagierte damit auf Bedenken von Investoren, dass KI Aufgaben in Unternehmen übernehmen könnte, für die bislang traditionelle Softwareprodukte benötigt werden. Dazu gehört zum Beispiel die Organisation von Kundendaten oder die Unterstützung von Anwendern bei Geschäftsprozessen.
Dem begegnete Sicilla mit der Aussage, dass Oracle KI nutze, um neue Produkte zu entwickeln, anstatt lediglich bestehende Tools um KI-Funktionen zu erweitern. Er gehe zudem davon aus, dass der KI-Boom den Umsatz des Unternehmens in den kommenden Monaten weiter steigern werde.
Daten sind nicht gleich Daten
Oracle ist im Besitz vieler Unternehmensdaten aus den Bereichen Finanzen, Lieferketten und Personalwesen, die für KI schwer zu replizieren sind. Laut von Reuters befragten Technologieanalysten sind solche jahrelang gesammelten, exklusiven Daten der beste Schutz für SaaS-Unternehmen davor, durch KI-Anwendungen ersetzt zu werden.
KI beginne aber, diese Barriere abzubauen, indem sie Codegenerierung und Anwendungsentwicklung mit deutlich weniger Kosten und Aufwand ermögliche, hieß es weiter. Dabei seien aber Daten nicht gleich Daten, da sich zum Beispiel Gehaltsabrechnungsdaten, die in der Regel branchenüblichen Formaten folgen, leichter von KI-Tools nachbilden ließen.
Mit KI-Agenten für juristische Anwendungen und zum Scannen von Code auf Sicherheitslücken ließ Anthropic im Februar 2025 die Börsenkurse vieler SaaS-Unternehmen abstürzen.
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