Das Auto wird vernetzt

Golem.de: Was wird sich außer Antrieben noch ändern?

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Steiner: Neben den Assistenzsystemen und den Schritten in Richtung autonomes Fahren werden Software und künstliche Intelligenz eine große Rolle spielen. Es wird mehr softwaregestützte Funktionen im Fahrzeug geben, und zwar nicht nur Fahrfunktionen. Mit der Digitalisierung wird über die Luftschnittstelle eine Datenkommunikation möglich, im Wesentlichen mit Backend-Strukturen, aber über diese auch zwischen den Fahrzeugen. Da wird sich viel tun. Das gilt für Fahrstrategien, aber auch für Consumer-Anwendungen wie Shopping oder Entertainment, die im Auto zunehmend verfügbar sein werden.

Golem.de: Gehört dazu auch Personalisierung?

Steiner: Ganz sicher. Personalisierung ist für uns heute schon ein wichtiges Thema, aber mehr im Sinne einer Individualisierung des Fahrzeugs auf Kundenwünsche hin. Aber Personalisierung geht noch weiter: Nicht nur dass sich das Fahrzeug bevorzugte Ergonomiepositionen und Bedienvorlieben merkt und speichert, sondern auch, dass es auf Wünsche des Kunden eingehen kann, diese lernt oder sie sogar antizipiert.

  • Michael Steiner mit einem Porsche 911, hier als Turbo (Foto: Porsche)
  • Die Serie ist das dem Erfolgsmodell von Porsche. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es gibt sie seit über 50 Jahren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ein Porsche soll auch auf einer Rundstrecke eine angemessene Performance zeigen, sagt Steiner. Das Bild entstand wie das vorige beim Stadtparkrennen in Hamburg. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • 2013 präsentierte Portsche den 918 Spyder, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... einen Hybridsportwagen mit knapp 900 PS. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Von dem Auto wurden nur 918 Stück gebaut. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Porsche kann auch rein elektrisch: Der Mission E ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... wurde 2015 vorgestellt und soll noch in diesem Jahrzehnt auf den Markt kommen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auch ein Porsche mit E-Antrieb werde Emotionen wecken, sagt Steiner. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Porsche war auch immer im Rennsport engagiert, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... unter anderem sehr erfolgreich in Prototypenserien. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Zuletzt mit einem Hybridrenner. Damit ist Schluss: Künftig tritt Porsche ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... in der Formel E an (Symbolbild). (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Umstieg auf Elektroantriebe ist aber nur eine Herausforderung, sagt Steiner. Der Vernetzung der Autos ist noch wichtiger. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Der Umstieg auf Elektroantriebe ist aber nur eine Herausforderung, sagt Steiner. Der Vernetzung der Autos ist noch wichtiger. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
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Golem.de: Was bedeuten mehr Software und andere Antriebskonzepte für das Unternehmen Porsche?

Steiner: Antriebskonzepte sind da noch das Einfachste und Naheliegendste für uns: Wir müssen uns mit dem Thema beschäftigen, wie die Batteriezellen möglichst package- und gewichtsoptimal im Fahrzeug untergebracht werden können.

Künftige intelligente Funktionen und Softwarefunktionen beschäftigen uns nachhaltig und dauerhaft: Wir müssen uns mit Software-Entwicklungsprozessen beschäftigen. Wir müssen uns vor allem damit auseinandersetzen, wie solche Systeme sicher betrieben werden können. Mit einer Datenschnittstelle gibt es eine zusätzliche Angriffsmöglichkeit auf das Fahrzeug. Security und Safety werden noch einmal deutlich an Bedeutung gewinnen.

Golem.de: Wird Porsche in Zukunft mehr zu einem Softwareunternehmen?

Steiner: Mit Sicherheit brauchen wir mehr Software und damit auch mehr Softwareentwickler - wir genauso wie unsere Lieferanten. Dieser Umbruch hat schon begonnen.

Golem.de: Das alles verändert auch die Arbeitsplätze. Was bedeutet das für die Arbeitnehmer?

Steiner: Wir sehen durch die E-Mobilität bei uns keine Arbeitsplätze gefährdet, weil wir sicher sind, dass wir rechtzeitig begonnen haben, neue Antriebstechnologien zu entwickeln. Wir bringen mit dem Mission E eine zusätzliche Baureihe in unser Portfolio, für die wir viele neue Mitarbeiter einstellen. Wir sind sicher, dass wir bei Porsche eher mehr Mitarbeiter beschäftigen werden als weniger.

Es wird aber, beschleunigt durch E-Mobilität, autonomes Fahren und Vernetzung, andere Anforderungen geben an die Mitarbeiter, die in der Entwicklung, in der Produktion, im After Sales, im Vertrieb beschäftigt sind. Andere Qualifikationen, andere Profile sind gefragt. Weniger Mitarbeiter werden es nur dann, wenn ein Hersteller oder eine Branche wesentliche Anteile der Wertschöpfung an Wettbewerber oder an Dritte verliert. Ansonsten glaube ich, dass die Automobilindustrie immer noch eine Branche ist, die sich weltweit im Wachstum befindet und wo es genug Geschäft gibt für die Unternehmen, die erfolgreich agieren.

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 Zukunft des Autos: "Unsere Elektrofahrzeuge sollen typische Porsche sein"Der Motor bleibt ein Differenzierungsmerkmal 
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