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Fazit: LED-Lampen aus ökologischen und ästhetischen Gründen

Gegen den Einsatz von LEDs spricht derzeit wenig. Die Stiftung Warentest bescheinigte LED-Leuchtmitteln bereits vor einem Jahr eine positive Ökobilanz, wenn sie ihre Lebenszeit erreichen. Problematisch ist allerdings die Entsorgung. Weder (Kompakt-) Leuchtstofflampen noch LEDs gehören in den Hausmüll. Aus beiden können beim Recycling seltene Erden zurückgewonnen werden. Bei Leuchtstofflampen kommt noch ein geringer Quecksilberanteil dazu, der nichts im Hausmüll zu suchen hat.

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Die Entwicklung ist jedoch nicht abgeschlossen. Im vergangenen Jahr haben wir bei einigen Leuchtmitteln eine Effizienzverbesserung von 10 Prozent feststellen können. Manch ein Hersteller hinkt bei bestimmten Leuchtmitteln sogar zwei Jahre hinter der Konkurrenz hinterher. In absoluten Wattzahlen macht das wenig aus. Ob ein LED-Strahler im GU5.3-Sockel als 20-Watt-Ersatz nun 4,5 oder 4 Watt Leistung aufnimmt, macht sich finanziell kaum bemerkbar. Die relativen Verbesserungen sind allerdings enorm. Bei bestimmten Bauformen, wie etwa den LED-Kerzen, sind die Unterschiede sogar noch drastischer. Nicht jeder Hersteller erreicht bei jedem Lampentyp hohe Effizienzen. Philips ist bei den LED-Kerzen gut, Toshibas 100 Lumen pro Watt schafft hingegen kaum ein Konkurrent bei den LED-Retrofit-Röhren. Wie weit Lumen-Effizienz gehen kann, zeigt Cree bereits unter Laborbedingungen mit 300 Lumen pro Watt und auch bei der Verbesserung des Farbwiedergabeindexes gibt es noch Potenzial.

Es zeigt sich auch, dass die LED noch nicht ausgereift ist. Die Hersteller kündigen immer neue LED-Leuchtmittel an und nehmen andere wieder vom Markt. Dem Interesse der Kunden tut das keinen Abbruch. Trotz zunehmender Glühlampenverbote durch die EU liegt nicht die klassische Energiesparlampe im Trend, sondern die LED. Das zeigt sich schon dadurch, dass selbst Möbelhäuser wie Ikea konsequent auf LEDs setzen.

Die LED wird alte Lampentypen in Nischen verdrängen, in denen sie bis auf weiteres bleiben werden. Einen Vorteil hat konventionelle Leuchttechnik beim geringen Anschaffungspreis. Für die Kellerleuchte lohnt sich eine LED nicht, und bei besonders kleinen Anwendungen gibt es zu G4- oder GU9-Lampen keine Alternative. G4- und GU9-LED-Lampen sind derzeit noch zu groß - wegen der Elektronik und wegen der Kühlung. Hitze ist für LEDs schädlich, für Glühdrähte nicht. Samsung ließ durchblicken, dass die Miniaturisierung diesen Bereich noch erreichen wird, doch ist dies noch nicht anzusehen.

Zu viele Sockel und Bauformen machen die Entwicklung von LED-Lampen aufwendig

Bei vielen anderen Bereichen ist es ebenfalls eine Zeitfrage. Es geht nicht darum, ob die LED-Technik hier eingesetzt werden kann, sondern ob es sich lohnt. Philips erklärte uns beispielsweise, dass es sicher irgendwann auch für T5-Leuchtstoffröhren (G5-Sockel) LED-Ersatz geben wird. Den Anfang macht Philips bereits genauso wie Ökotechnics, das mit der Instantfit Ledtube beziehungsweise Eluxa LED-Röhren moderne und vor allem EVG-kompatible Ersatzleuchtmittel anbietet, allerdings nur für T8-Röhren (G13-Sockel).

Nicht jeder Hersteller wird für jeden Sockel, von denen es Dutzende gibt, LED-Retrofit-Lösungen anbieten können. Dazu kommen noch die Bauformen, von denen es je Sockel teilweise ebenfalls Dutzende Typen gibt, und natürlich die unterschiedlichen Weißtöne (meist drei: 2.700, 4.000 und 6.500 Kelvin). Der Lampenmarkt ist äußerst unübersichtlich.

LEDs gegen Kompaktleuchtstofflampen

Für den regulären Anwender bleibt die größte Hürde für den Einsatz von LEDs der Preis. In Anbetracht der immer höher werdenden Energiekosten rechnet sich eine LED in vielen Fällen, wenn herkömmliche Leuchtmittel ausgetauscht werden. Beim Austausch von Kompaktleuchtstofflampen alias ESL muss der Anwender rechnen. Häufig wird nicht einmal die Hälfte der Energie gespart - und das auf ohnehin schon niedrigem Niveau.

Eine LED bietet sich auch aus ästhetischen Gründen an, denn weder Lampen noch Leuchten sind reine Gebrauchsgegenstände, sonst würden sich viele Anwender eine eigentlich völlig ausreichende 10-Euro-Feuchtraumleuchte im Wohnzimmer installieren. Wer keine Lust mehr auf Leuchtstoffschlangen oder Halogen-Retrofit-Leuchtmittel im Kronleuchter hat, der greift zur eleganten, stromsparenden LED-Kerze mit schicker Glühdrahtsimulation im Leuchtkörper. Die sieht bei einigen Herstellern sogar besser aus als ein Glühdraht. Besonders hübsch gelingt das Philips. In den nächsten Monaten will der niederländische Konzern auch eine klare Lampe für den LED-Sockel auf den Markt bringen.

 Neue Felder: Straßenbeleuchtung mit LED und die OLED-Lampe als Experimentierfeld
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