Zugsteuerungsdienste: Siemens und Huawei bringen LTE im Zug voran

Huawei und Siemens haben in Frankreich erfolgreich einen Feldtest für Zugsteuerungsdienste mit LTE durchgeführt. Das hat der chinesische ITK-Konzern bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) . Die Interoperabilitätsprüfung für CBTC (Communication-Based Train Control) over LTE sei Ende 2015 erfolgreich abgeschlossen worden. Der nächste Schritt sei ein Test vor Ort, der für den nächsten Monat geplant sei.
Bei den Tests wurden mehrere Dienstarten einschließlich CBTC, PIS (Fahrgastinformationssystem) und CCTV (Videoüberwachung) über LTE übertragen.
Die Zusammenarbeit von Huawei mit dem CBTC-Experten Siemens(öffnet im neuen Fenster) begann im März 2015, als die Unternehmen über technische Lösungen sprachen.
Huawei hat eine urbane LTE-M-Schienenlösung entwickelt, die eine Funkplattform für die Kommunikation zwischen Schienen und Zügen in Ballungszentren liefern soll.
Diese Plattform ermöglicht CBTC-Dienste und Sprachübermittlung über die Hauptleitung sowie Breitband-Datendienste wie PIS und CCTV für Bahnverkehr im Stadtbereich. Gegenwärtig werde der Einsatz von Metro Line One im chinesischen Zhengzhou und von Addis Ababa Light Rail in Äthiopien geprüft, berichtet das Unternehmen.
Huawei und eLTE
Huawei ist auch mit Alstrom, dem französischen Hersteller von Schienenfahrzeugen, in dem Bereich aktiv.
Die eLTE-Technik (enhanced LTE) von Huawei basiert auf dem LTE-Standard mit Gruppenruffunktionalitäten (Trunking-Services), die derzeit in 3GPP spezifiziert werden, ist aber eine proprietäre Ableitung von Huawei. LTE wird laut Huawei als potenzieller Nachfolger für GSM-R oder Tetra-Anwendungen gesehen.
In der eLTE-Industry-Allianz haben sich 79 Unternehmen wie Funkwerk, Siemens Convergence Creators (Siemens CVC) und der schwedische Messtechnik-Konzern Hexagon zusammengeschlossen, um eLTE als Lösung für Projekte anzubieten, die neben Gruppenruffunktionalitäten (Push-to-Talk, PTT) auch Breitband-Datendienste aus einem Funknetz einsetzen möchten.



