Zugriffsberechtigungen für Apps: "So viel wie nötig, so wenig wie möglich"

Verbraucherschützer haben getestet, welche Zugriffsrechte 50 Apps verlangten, die sowohl im Google Play Store als auch im Apple iTunes Store zu kaufen sind.

Artikel veröffentlicht am ,
John McAfees Android-App Cognizant stellt Zugriffsrechte dar.
John McAfees Android-App Cognizant stellt Zugriffsrechte dar. (Bild: John McAfee)

Apps sollten sich nur die Zugriffsberechtigungen einräumen, die für die Nutzung der App erforderlich sind, zwingende Rechte sollten optisch hervorgehoben werden, erklärte der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV). Dabei sollte auch deutlich werden, zu welchem konkreten Zweck die Rechte vergeben würden, so der App-Check, den das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt des VZBV durchgeführt hat. Im März 2014 wurden dazu 50 Apps untersucht, die sowohl im Google Play Store als auch im Apple iTunes Store zu kaufen sind.

Stellenmarkt
  1. IT-Systemadministrator First & Second Level Support (m/w/d)
    Gustav Wolf GmbH, Gütersloh
  2. Servicemanagerin Finanzwesen (m/w/d)
    Hannoversche Informationstechnologien AöR (hannIT), Hannover (Home-Office möglich)
Detailsuche

"Viele Apps sind wie kleine Datenstaubsauger, die möglichst alle Informationen über ihre Nutzer sammeln möchten", sagte Projektkoordinatorin Carola Elbrecht. Wer nicht alles preisgeben wolle oder Fragen habe, bekomme Probleme. Der App-Check habe gezeigt, dass die Anbieter häufig so viele Daten wie möglich abfragten. Doch Zugriffsberechtigungen sollten nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich angefordert werden.

Nicht ungewöhnlich seien Zugriffe der Apps zum Beispiel auf Adress- und Standortdaten der Nutzer, den Browserverlauf oder die Identifikationsnummer des Gerätes. Der Zugriff eines Messenger-Dienstes auf die Telefonkontakte oder die Erhebung von Standortdaten bei einer Navigationsapp sei nachvollziehbar. Aber ob eine Spiele-App tatsächlich einen dauerhaften Internetzugang für das Betreiben des Spiels benötigt oder doch nur, um Werbung einzuspielen, bleibt laut Studie für viele Nutzer unklar. Ob die Daten für eigene Werbung oder Marketing des App-Anbieters genutzt werden, mit anderen Daten zusammengeführt oder gar an Werbenetzwerke weitergegeben werden, kann der Nutzer nicht erkennen.

Außerdem haben die meisten Verbraucher eine Vielzahl an unterschiedlichen Apps auf Ihren Endgeräten installiert: Mitgeteilt wird einmal der Standort, ein anderes Mal das Alter und das Gewicht des Verbrauchers, wieder andere Apps wollen Einblick in die Kontaktliste und die Seriennummer des Endgeräts. Wenn einzelne Daten an irgendeiner Stelle zusammengeführt und verknüpft werden, ergeben sie ein umfassendes Profil zu Lebensgewohnheiten, Verhalten, Bewegungsmuster und Wohnort, das ohne Wissen und Einverständnis genutzt werden könnte, wie die Studie feststellt.

Golem Akademie
  1. Java EE 8 Komplettkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    24.–28. Januar 2022, virtuell
  2. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Von den 50 Anbietern hat nur die Hälfte auf Nachfragen zu Detailinformationen über Zugriffsberechtigungen reagiert. Nur vier Anbieter haben laut Studie hilfreiche Antworten geben können. In Deutschland nutzen 83 Prozent der Smartphone-Besitzer Apps.

"Der App-Check hat gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um die Nutzung von Apps künftig transparenter und sicherer zu machen", sagte Elbrecht. Der VZBV appelliert an Verbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD), mit klaren Regelungen für App-Anbieter, auch aus dem Ausland, für die sichere Nutzung von Spielen und anderen Anwendungen zu sorgen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sam Zeloof
Student baut Chip mit 1.200 Transistoren

In seiner Garage hat Sam Zeloof den Z2 fertiggestellt und merkt scherzhaft an, Moore's Law schneller umgesetzt zu haben als Intel selbst.

Sam Zeloof: Student baut Chip mit 1.200 Transistoren
Artikel
  1. Xbox Cloud Gaming: Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden
    Xbox Cloud Gaming
    Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden

    Call of Duty, Fallout oder Halo: Neue Spiele bequem am Business-Laptop via Stream zocken, klingt zu gut, um wahr zu sein. Ist auch nicht wahr.
    Ein Erfahrungsbericht von Benjamin Sterbenz

  2. IBM: Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft
    IBM
    Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft

    Mit Francisco Partners greift eine große Investmentgruppe zu, das Geschäft mit Watson Health soll laut IBM darunter aber nicht leiden.

  3. Geforce RTX 3000 (Ampere): Nvidia macht Founder's Editions teurer
    Geforce RTX 3000 (Ampere)
    Nvidia macht Founder's Editions teurer

    Die Preise der FE-Ampere-Grafikkarten steigen um bis zu 100 Euro, laut Nvidia handelt es sich schlicht um eine Inflationsbereinigung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MediaMarkt & Saturn: Heute alle Produkte versandkostenfrei • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 114,90€ • Alternate (u.a. DeepCool AS500 Plus 61,89€) • Acer XV282K UHD/144 Hz 724,61€ • MindStar (u.a. be quiet! Pure Power 11 CM 600W 59€) • Sony-TVs heute im Angebot [Werbung]
    •  /