Zugang zur Twitter-API: Twitter verlängert API-Deadline und erlaubt Gratis-Tweets
Twitter hat seine Pläne zu seinen kostenpflichtigen API-Zugängen präzisiert – und die Frist für die Abschaltung des bisherigen kostenlosen Zugangs verlängert. Das Entwicklungsteam kündigte über seinen Twitter-Account(öffnet im neuen Fenster) an, dass die Abschaltung der bisherigen API-Zugänge auf den 13. Februar 2023 verschoben wurde.
Danach wird es gegen eine monatliche Gebühr von 100 US-Dollar einen "kostenpflichtigen Basiszugang" geben, der "ein geringes Maß an API-Nutzung" ermöglicht. Diesen Preis deutete CEO Elon Musk vergangene Woche bereits an. Außerdem führt Twitter nun doch eine "neue Form des kostenlosen Zugangs" ein. Ein einzelner authentifizierter Benutzer-Token dürfe 1.500 Tweets pro Monat absenden.
Eigentlich war die Abschaltung der öffentlichen API für den heutigen 9. Februar 2023 angekündigt.
Schwere technische Probleme in der Nacht auf Donnerstag
In der Nacht auf Donnerstag kam es jedoch zu technischen Problemen bei Twitter, die zahlreiche Nutzer vom Posten abhielten. Betroffene Nutzer erhielten die Meldung, sie hätten das tägliche Limit an Tweets erreicht. Es habe "mehrere interne und externe Probleme gleichzeitig" gegeben, twitterte(öffnet im neuen Fenster) Elon Musk.
Laut einem Bericht des Magazins Fortune(öffnet im neuen Fenster) ist die Ursache für den Ausfall selbst intern nicht bekannt. "Bitte pausieren Sie vorerst mit der Entwicklung neuer Funktionen, um die Stabilität des Systems zu maximieren" , schrieb Musk demnach in einer internen E-Mail.
Am 8. Februar hatte Twitter eine neue Funktion für Abonnenten(öffnet im neuen Fenster) des kostenpflichtigen Twitter Blue eingeführt, die das Senden von Nachrichten mit bis zu 4.000 statt der bisherigen 280 Zeichen erlaubt.
In einer weiteren E-Mail schrieb Musk, Twitter solle auch eine Pause bei der Umstellung weg von Sacramento und der Konsolidierung von Atlanta einlegen. Bei beiden Städten handelt es sich um Standorte der Rechenzentren, die Twitter nutzt. Ende 2022 gab es Berichte darüber, dass Twitter seine Rechenzentren an beiden Standorten verkleinern will .
Verunsicherung bei Twitter-Nutzern bleibt
Als "neues Kapitel" für die API sollen die Änderungen laut Twitter dazu dienen, die "Qualität zu erhöhen, Spam zu reduzieren und ein florierendes Ökosystem zu ermöglichen." Das Unternehmen betonte, der limitierte kostenlose API-Zugang sei für das Ökosystem des sozialen Netzwerks wichtig. Die Verunsicherung bei privaten und professionellen Entwicklern bleibt trotz der neuen Informationen bestehen.
Die Betreiber vieler automatisierter Accounts wie @colorschemez(öffnet im neuen Fenster) oder @PossumEveryHour(öffnet im neuen Fenster) befürchten, dass sie nach der Umstellung auf eine kostenpflichtige API den Betrieb zumindest teilweise einstellen müssen. Auch kommerzielle Dienstleister wie Zapier(öffnet im neuen Fenster) "arbeiten derzeit mit Twitter zusammen, um die verfügbaren Optionen besser zu verstehen."
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