Zufriedenheitsgarantie: Unitymedia schafft Highspeed-Versprechen ab

Die Zufriedenheitsgarantie für Kunden von Unitymedia gilt nicht mehr. Darauf weist der TV-Kabelnetzbetreiber auf seiner Website hin(öffnet im neuen Fenster) . Innerhalb von zwei Monaten konnte der Kunde seinen Anschlussvertrag damit bisher sonderkündigen. Zuerst berichtete das Onlinemagazin Teltarif.de(öffnet im neuen Fenster) über die Änderung.
"Die Unitymedia Zufriedenheitsgarantie (Highspeed-Versprechen) galt nur für Aufträge/Verträge bis zum 04. November 2016. Im Rahmen der neuen Highspeed-Wochen kosten die schnelleren Tarife ohnehin fast genauso wenig wie die einfachen Tarife" , hieß es dort zur Begründung.
Unternehmenssprecher Helge Buchheister sagte Golem.de auf Anfrage: "Unitymedia bewirbt die Zufriedenheitsgarantie seit dem 4. Oktober 2016 nicht mehr aktiv. Kunden, die sich zurzeit noch in einem Bestellprozess befinden oder im Rahmen von laufenden Kampagnen darauf hingewiesen werden, können von dieser Möglichkeit jedoch noch Gebrauch machen. Generell wird es die Zufriedenheitsgarantie in Zukunft für Neukunden jedoch nicht mehr geben."
Das so eingeräumte Sonderkündigungsrecht erlaubte eine fristlose Kündigung. Die Grundgebühr werde anteilig für die Nutzung berechnet, Einmalgebühren wie Bereitstellungsentgelt, Aktivierungsgebühr und Versand würden nicht erstattet, erklärte das Unternehmen.
TV-Kabel: leistungsfähiger als VDSL
Der Mutterkonzern des Kabelnetzbetreibers Liberty Global will als erster Datenraten von 1 GBit/s anbieten. Schwachstellen des Koaxialkabels bleiben dabei bislang der Upload, die geteilte Datenrate in einem Node und die schwachen Ping-Zeiten, über die Gamer klagen. Im TV-Kabelnetz können die versprochenen Datenraten dann nicht erreicht werden, wenn zu viele Nutzer in einem Node versorgt werden. Das Unternehmen räumt ein, dass es bei der Zufriedenheitsgarantie (Highspeed-Versprechen) darum geht, dass "das Maximum an Internet-Bandbreite nicht permanent erreicht wird. Für ausgewählte Highspeed-Internet-Tarife bot Unitymedia daher das zweimonatige Highspeed-Versprechen beziehungsweise Fair-Sprechen an."
Die tatsächlich ermittelte Datenrate ist im Kabelnetz nur etwa halb so hoch wie beworben. Das ergab ein Nutzertest der Computerbild vom Sommer 2014, für welchen den Angaben zufolge acht Millionen Tempomessungen ausgewertet wurden.
Diese Ergebnisse passen zu den Messungen der Bundesnetzagentur . Deren Messergebnisse für die stationären Anschlüsse mit DSL, Kabel und LTE zeigten jedoch, dass bei Kabelanschlüssen die geringsten Abweichungen von der vermarkteten Download-Datenübertragungsrate auftraten.