• IT-Karriere:
  • Services:

Zündung: NIF macht Fortschritte bei der Kernfusion

Wissenschaftler am US-Labor NIF haben wichtige Fortschritte bei der Kernfusion erzielt. Jetzt sei nur noch ein Hindernis zu überwinden, um eine sich selbst erhaltende Fusion unter Laborbedingungen zu erreichen, sagen die Forscher.

Artikel veröffentlicht am ,
Versuchsanlage an der NIF: verhindern, dass die Kapsel zu früh zerbricht
Versuchsanlage an der NIF: verhindern, dass die Kapsel zu früh zerbricht (Bild: Damien Jemison/LLNL)

US-Wissenschaftler nähern sich der positiven Energiebilanz bei der Kernfusion: An der National Ignition Facility (NIF) des Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) ist kürzlich ein wichtiger Schritt dahin gelungen, eine sich selbst erhaltende Fusionsreaktion zu zünden.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Erlangen
  2. SIZ GmbH, Bonn

Um den Treibstoff, ein Gemisch aus den Wasserstoffisotopen Deuterium und Tritium (DT), zu einer Fusion zu bringen, setzen die US-Forscher 192 Laserstrahlen ein, die in einen kleinen Hohlzylinder gerichtet werden. In dem Hohlzylinder befindet sich eine kleine Kugel, die mit extrem gekühltem Deuterium und Tritium gefüllt ist.

DT-Pellet komprimiert

Die Laserstrahlen treffen auf die Wände des Hohlraums, die daraufhin Röntgenstrahlen abstrahlen. Die Röntgenstrahlen sollen die äußeren Schichten der Kapsel kontrolliert wegsprengen, so dass das DT-Pellet komprimiert wird und die Bedingungen gegeben sind, um eine Fusionsreaktion auszulösen, wie John Edwards vom NIF erklärt. Bei der Implosion der Kapsel entstehen Temperaturen und Drücke, die den Bedingungen im Inneren der Sonne ähneln.

Erstmals sei bei einer Fusionsreaktion mehr Energie freigesetzt worden als der DT-Treibstoff absorbiert habe, berichtet die BBC. Das sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Zündung - das ist jener Punkt, ab dem die Fusionsreaktion stabil ist, ab dem also keine Energie mehr zugeführt werden muss, um sich zu erhalten. Da allerdings nicht die gesamte Energie des Lasers beim Treibstoff ankam, wurde immer noch mehr Energie zugeführt als freigesetzt.

Frühe Auflösung

Sie hätten die meisten Bedingungen, die als notwendig für die Zündung gelten, erfüllt, erklärt Edwards: ausreichende Röntgenstrahlung im Hohlraum, exakte Energiezufuhr an die Kapsel, den gewünschten Grad an Kompression. Jetzt bleibe nur noch ein Hindernis, das überwunden werden müsse: zu verhindern, dass die Kapsel zu früh zerbricht.

Die Forscher werten ihre Ergebnisse, die sie in der Fachzeitschrift Physics of Plasmas beschreiben, als wichtigen Meilenstein. Ihn erreicht zu haben, sollte den Weg bereiten für weitere Fortschritte im Hinblick auf eine Zündung im Labor, sagte Edwards.

Neben dem NIF gibt es weitere Projekte, die sich mit Kernfusion beschäftigen - auch in Europa: In Cadarache in Südfrankreich entsteht derzeit der Versuchsreaktor International Thermonuclear Experimental Reactor (Iter). Allerdings nutzen die Europäer eine andere Technik: Sie setzen auf eine Fusion mittels magnetischen Einschlusses. Das in den USA verwendete Verfahren ist die Trägheitsfusion.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

SoniX 09. Okt 2013

Das was mich am meisten interessieren würde: Hat die Fusion denn endlich mal...

Pwnie2012 09. Okt 2013

weil szelleratoren und tokamaks geschlossene toren (torus) brauchen, man kann dort keinen...

Anonymer Nutzer 09. Okt 2013

Also sozusagen ein Verbrennungsmotor auf Steroiden xD

Anonymer Nutzer 09. Okt 2013

Wäre durchaus denkbar, ja. Denn immerhin hat die Öl und Kohle als auch Atomkraft Mafia...

Anonymer Nutzer 09. Okt 2013

Wird sich niemals durchsetzen, weil die Industriegiganten es nicht hinnehmen werden, da...


Folgen Sie uns
       


Pocketalk Übersetzer - Test

Mit dem Pocketalk können wir gesprochene Sätze in eine andere Sprache übersetzen lassen. Im Test funktioniert das gut, allerdings macht Pocketalk auch nicht viel mehr als gängige und kostenlose Übersetzungs-Apps.

Pocketalk Übersetzer - Test Video aufrufen
Sicherheitslücken: Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet
Sicherheitslücken
Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet

Eigentlich sollte die Parkhaussteuerung nicht aus dem Internet erreichbar sein. Doch auf die Parkhäuser am Microsoft-Hauptsitz in Redmond konnten wir problemlos zugreifen. Nicht das einzige Sicherheitsproblem auf dem Parkhaus-Server.
Von Moritz Tremmel

  1. Application Inspector Microsoft legt Werkzeug zur Code-Analyse offen
  2. Support-Ende Neben Windows 7 ist jetzt auch Server 2008 unsicher
  3. Sprachaufnahmen Gespräche von Skype praktisch ohne Datenschutz analysiert

Programmieren lernen: Informatik-Apps für Kinder sind oft zu komplex
Programmieren lernen
Informatik-Apps für Kinder sind oft zu komplex

Der Informatikunterricht an deutschen Schulen ist in vielen Bereichen mangelhaft. Apps versprechen, Kinder beim Spielen einfach an das Thema heranzuführen. Das können sie aber bislang kaum einhalten.
Von Tarek Barkouni

  1. Kano-PC Kano und Microsoft bringen Lern-Tablet mit Windows 10

Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
Kailh-Box-Switches im Test
Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Keychron K6 Kompakte drahtlose Tastatur mit austauschbaren Switches
  2. Charachorder Schneller tippen als die Tastatur erlaubt
  3. Brydge+ iPad-Tastatur mit Multi-Touch-Trackpad

    •  /