Abo
  • Services:
Anzeige
Mark Zuckerberg im Juli 2016 mit einem Propeller der Aquila-Drohne
Mark Zuckerberg im Juli 2016 mit einem Propeller der Aquila-Drohne (Bild: Stephen Lam/Reuters)

Zuckerbergs Plan geht auf: Facebook strotzt vor Kraft und Geld

Mark Zuckerberg im Juli 2016 mit einem Propeller der Aquila-Drohne
Mark Zuckerberg im Juli 2016 mit einem Propeller der Aquila-Drohne (Bild: Stephen Lam/Reuters)

Mark Zuckerbergs Unternehmen verblüfft Analysten und Marktbeobachter mit seiner Stärke. Das liegt auch an den Ideen des umstrittenen CEOs. Die Börse spielt verrückt und ignoriert kritische Signale.
Eine Analyse von Axel Postinett

Nichts davon haben die Analysten und Marktbeobachter kommen sehen. Ungläubig hörten sie sich die Zahlen zum zweiten Quartal des aufstrebenden Werbe- und Mediengiganten des 21. Jahrhunderts an.

Anzeige

Um glatte 59 Prozent auf 6,43 Milliarden Dollar ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Es ist das stärkste Wachstum im Vorjahresvergleich seit rund zwei Jahren. Allein der Anzeigenumsatz stieg um 63 Prozent auf 6,23 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn verdreifachte sich auf 2,1 Milliarden Dollar.

Facebook strotzt vor Kraft und zeigt auch beim Wachstum der Nutzerzahlen keine Schwäche. Während der Kurznachrichtendienst Twitter in diesem Bereich gerade erst enttäuschende Wachstumszahlen verkünden musste und von der Börse schwer abgestraft wurde, sind mittlerweile 1,7 Milliarden Menschen jeden Monat auf Facebook aktiv. Das sind 200 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Facebook ist unverzichtbar geworden, und auch die Jugendlichen und jungen Menschen bleiben allen negativen Prognosen zum Trotz weiter dabei.

Alle setzen auf Chat-Dienste

Kurz gesagt: Mehr Menschen sind aktiv auf Facebook und schauen sich auf PCs und zunehmend mobil auf Smartphones immer mehr Anzeigen an, deren Preise sogar noch steigen. Genau genommen liegen sie bei Facebook neun Prozent höher als vergangenes Jahr, und das in einer Branche, die permanent über Preisdruck stöhnt.

Bei alldem sind die Chancen bei den Messenger-Diensten wie Whatsapp und Facebook Messenger noch nicht berücksichtigt. Gerade erst hat der Facebook Messenger, auf dem sich die Menschen gegenseitig Nachrichten zusenden, die Zahl von einer Milliarde Kunden erreicht. "Den Messenger aus Facebook herauszulösen war vor drei Jahren eine sehr umstrittene Entscheidung", sagte Mitgründer und CEO Mark Zuckerberg im Analystengespräch. Aber es habe sich gezeigt, wie richtig es gewesen sei.

Alle großen Konzerne im Silicon Valley setzen heute auf ihre Chat-Dienste, um sie zu mächtigen Kommunikations- und Handelsplattformen auszubauen. Über sie sollen in Zukunft Waren und Dienstleistungen eingekauft und direkt bezahlt werden können. Facebook hat hier einen großen Vorsprung, aber Microsoft (Skype, Cortana), Google (Google Now), Apple (Siri) und Amazon holen auf. Amazons Alexa genannter digitaler Assistent, die künstliche Intelligenz hinter der Lautsprecher-Mikrofon-Kombination Echo, gehört zu den größten Erfolgen des laufenden Jahres.

Der Ad Load ist ein wichtiger Faktor

Doch wie bei jedem Erfolg gibt es auch hier einen Aspekt, der die Stimmung trübt. Bei Facebook ist es der sogenannte Ad Load - das Maß dafür, wie viele Anzeigen ein Nutzer ausgespielt bekommt, während er durch seine Timeline scrollt. Diese Balance zwischen echtem Inhalt von Freunden und bezahltem von Firmen oder Organisationen ist wichtig, um die Zufriedenheit der Facebooker zu garantieren. Wird zu viel Werbung gezeigt, wenden sich die Nutzer genervt ab und bleiben weg. Wird zu wenig ausgeliefert, wird nichts verdient.

Der richtige Ad Load, den Facebook für sich behält, ist laut Finanzvorstand Mark Wehner eine Mischung aus "Kunst und Wissenschaft". Dabei ließ er ausdrücklich nicht unerwähnt, dass das Wachstum der Werbeauslastung zwar ein "sehr wichtiger Treiber" des bisherigen Booms sei, sich das aber im weiteren Jahresverlauf abschwächen werde. 2017 werde es dann nur noch ein "unwichtiger" Faktor für das Wachstum sein.

So viel Werbung, wie auszuhalten ist 

eye home zur Startseite
TheUnichi 03. Aug 2016

Was für eine absolut geniale Logik. Im Umkehrschluss heißt das also auch, sobald jemand...

TheUnichi 01. Aug 2016

Nutzt du Golem Pur? Wenn nicht, ist deine Aussage so absolut gar nicht ernst zu nehmen...

Crossfire579 01. Aug 2016

Deswegen verstehe ich nicht warum sich Twitter so schwer tut, da sehe ich nämlich nur...

pk_erchner 30. Jul 2016

das nennt sich Ironie / Zynismus manche Leute haben dafür offenbar keine Antennen ;-)

quadronom 29. Jul 2016

Aber zum Anmelden bei FB brauchst du doch ne Emailadresse. Ich vermute, du meintest...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH, Hamburg
  2. MedServ Lahn-Dill GmbH, Wetzlar
  3. AKKA Germany, München, Ingolstadt, Stuttgart
  4. Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Dortmund


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan Blu-ray 9,97€, Deadpool Blu-ray 8,97€, Fifty Shades of Grey Blu-ray 11,97€)
  2. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  3. (u. a. Hacksaw Ridge, Deadpool, Blade Runner, Kingsman, Arrival)

Folgen Sie uns
       

  1. PM1643

    Samsung liefert SSD mit 31 TByte aus

  2. Spielebranche

    Innogames wächst weiter stark mit Free-to-Play

  3. HP Omen X VR im Test

    VR auf dem Rücken kann nur teils entzücken

  4. Google

    Deep-Learning-System analysiert Augenscans nach Krankheiten

  5. Smartphone-Tastatur

    Nuance stellt Swype ein

  6. Homebrew

    Bastler veröffentlichen alternativen Launcher für Switch

  7. Telekom

    15 Millionen Haushalte sollen 2018 Super Vectoring erhalten

  8. Windows Phone 7.5 und 8.0

    Microsoft schaltet Smartphone-Funktionen ab

  9. Raja Koduri

    Intel zeigt Prototyp von dediziertem Grafikchip

  10. Vizzion

    VW zeigt selbstfahrendes Auto ohne Lenkrad



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Chargery: 150 Kilo Watt auf drei Rädern
Chargery
150 Kilo Watt auf drei Rädern
  1. Europa-SPD Milliardenfonds zum Ausbau von Elektrotankstellen gefordert
  2. Elektromobilität China subventioniert Elektroautos mit großer Reichweite
  3. Elektromobilität Dyson entwickelt drei Elektroautos

Dorothee Bär: Netzbetreiber werden über 100 MBit/s angeblich kaum los
Dorothee Bär
Netzbetreiber werden über 100 MBit/s angeblich kaum los
  1. Glasfaserkabel zerstört Zehntausende Haushalte in Berlin ohne Telefon und Internet
  2. Colt Technology Mobilfunk ist Glasfaser mit Antennen
  3. FTTH/B Glasfaser wird in Deutschland besser nachgefragt

Toshiba-Notebooks: Reverse-Engineering mit Lötkolben und Pseudocode
Toshiba-Notebooks
Reverse-Engineering mit Lötkolben und Pseudocode
  1. Router und Switches Kritische Sicherheitslücke in Cisco ASA wird ausgenutzt
  2. Olympia 2018 Mutmaßlicher Crackerangriff bei Eröffnung in Pyeongchang
  3. Schweiz 800.000 Kundendaten von Swisscom kopiert

  1. Re: Typisch.....

    ThorstenMUC | 12:55

  2. Re: Die sollen erstmal ihr normales Vectoring...

    DerApparat | 12:55

  3. 180 ¤ nur um bei Amazon einkaufen zu dürfen.

    krakos | 12:53

  4. Re: Ich bin dermaßen sauer

    Bouncy | 12:51

  5. Re: Ein kryptonit

    Dwalinn | 12:51


  1. 12:56

  2. 12:25

  3. 12:03

  4. 11:07

  5. 10:40

  6. 10:23

  7. 10:04

  8. 08:51


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel