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Zu viele Sicherheitslücken: Microsoft entledigt sich des Windows Journals

Microsoft hat eine nützliche, wenn auch selten genutzte Anwendung für Stiftbenutzer gestrichen. Angeblich wegen zu vieler Sicherheitslücken muss das Windows Journal für Tablet-PCs aus Windows 10, 8.1 und 7 entfernt werden. Der Anwender bemerkt das allerdings nicht unbedingt.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Windows Journal stammt aus einer Zeit, als Tablet-PCs noch von Fujitsu Siemens gefertigt wurden.
Das Windows Journal stammt aus einer Zeit, als Tablet-PCs noch von Fujitsu Siemens gefertigt wurden. (Bild: Fujitsu Siemens)

Das besonders für Sicherheitslücken anfällige Windows Journal muss dringend verschwinden. So liest sich zumindest der Knowledge-Base-Eintrag KB3161102. Microsoft hat sich davon überzeugen lassen, dass das Dateiformat JNT (Journal Note File) erhebliche Schwachstellen hat. Als Konsequenz muss die dazugehörige Anwendung verschwinden, ob der Anwender will oder nicht.

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Im JNT-Dateiformat werden handschriftliche Notizen abgelegt. Das Windows Journal ist eine recht alte Anwendung aus der klassischen Tablet-PC-Ära. Als Windows XP in der Tablet-PC-Edition erschien, war es lange eines der wenigen Programme, die druckempfindliche Stifte interpretieren konnten. Zudem konnte das Programm sowohl Wacom- als auch N-Trig-Stifte gut erkennen.

Nicht nur Windows 10 wird bereinigt

Ob das Windows Journal wirklich wegen der hohen Gefahr für Anwender gelöscht wird, sei dahingestellt. Die durchaus existierenden Angriffe über das JNT-Format sind vermutlich nur wenigen Anwendern ein Begriff. Eher bekannt sind Attacken über Bildschirmschoner, PDF- oder Exe-Dateien. Deswegen entfernt Microsoft aber nicht die entsprechenden Funktionen.

Gelöscht wird das Windows Journal nicht nur unter Windows 10. Auch die noch weiter unterstützten Vorgänger werden um die Komponente erleichtert. In Zukunft sollen Anwender auf die Onenote-Anwendung als Ersatz zurückgreifen, die auch mit Windows 7 funktioniert. Wer dennoch das Windows Journal braucht, kann nach erfolgter automatischer Deinstallation eine neue Version herunterladen.

Dabei handelt es sich allerdings um eine Beta-Version, die Microsoft zufolge ausschließlich in englischer Sprache bereitsteht. Das ist verwunderlich, da die Änderungen minimal sind. Die neue Version warnt den Anwender jedes Mal mit einer neuen Dialogbox und einem Eintrag davor, JNT-Dateien zu öffnen: Journal files might contain security hazards. Open this Journal file only if you trust the source of the file. Continue opening file anyway?. Dies muss erst bestätigt werden, was die Sicherheit erhöhen soll. Die eigentlichen Probleme des Dateiformats werden hingegen nicht behoben.

Ein Aufräumen im Windows-Betriebssystem ist an sich zu begrüßen, schließlich trägt das System Altlasten mehrerer Jahrzehnte mit sich herum. Microsoft räumt zudem nicht zum ersten Mal auf. Gerade Erfindungen aus der Windows-Vista-Version sind schnell verschwunden, wie etwa die Sideshow-Komponente für sekundäre Displays oder das Gadget-System, das Microsoft schnell wieder abschaffte.

Das Löschen von Anwendungen über ein Windows-Update ist aber ungewöhnlich radikal. Insbesondere, da der Anwender nicht aktiv darüber informiert wird. Bei einem von uns manuell auf die Version 1607 aktualisiertem Windows 10 fehlt in der Update-Historie sogar der Eintrag zur Löschung des Journals.

Ob Microsoft auf diese Art weitere Programmbestandteile der aktuellen Windows-Versionen entfernen wird, ist unbekannt.



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DonDon 11. Aug 2016

Nicht getestet https://blogs.msdn.microsoft.com/johnguin/2007/12/21/journal-to-onenote...

david_rieger 11. Aug 2016

An der Stelle aufgehört zu lesen. Bitte nochmal wiederkommen, wenn Du Dich ausdrücken...


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