Zu niedrig: HP lehnt Übernahmeangebot von Xerox ab
Der Verwaltungsrat von HP hat das feindliche Übernahmeangebot von Xerox zurückgewiesen. Das gab das Unternehmen am 17. November 2019 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Man kam zu dem Schluss, dass der Xerox-Vorschlag "HP erheblich unterbewertet", hieß es in einem Brief an Xerox-Vorstandschef John Visentin.
"Wir sind offen zu prüfen, ob durch eine mögliche Kombination mit Xerox ein Mehrwert für die HP-Aktionäre geschaffen werden kann." Laut HP seien "grundlegende Fragen zu klären", da der Umsatzrückgang seit Juni 2018 erhebliche Fragen in Bezug auf den Geschäftsverlauf und die Zukunftsaussichten aufwerfe. "Durch ein umfassendes Engagement des Xerox-Managements und den Zugriff auf vertrauliche Informationen zu Xerox meinen wir, die Vorzüge einer möglichen Transaktion schnell beurteilen können."
Der Milliardär Carl Icahn ist Unterstützer der Übernahme des PC- und Druckerherstellers HP Inc. durch Xerox. Icahn erklärte, dass ihm 4,24 Prozent der Anteile an HP gehörten, die 1,2 Milliarden US-Dollar wert seien. Zudem besitze der 83-Jährige 10,6 Prozent der Aktien von Xerox.
Icahn argumentierte, dass eine Kombination der beiden Druckerhersteller große Gewinne für die Investoren bringen könne. Eine Fusion hätte "ein Einsparpotenzial von 2 Milliarden US-Dollar".
Xerox mit Sitz in Norwalk, Connecticut, stellt hauptsächlich Großdrucker und Kopiergeräte her. In der Firma HP laufen alle Druck- und PC-Produkte unter dem alten Firmenlogo. HP mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien, bietet hauptsächlich kleinere Drucker und Druckerzubehör sowie 3D-Drucker und ist außerdem einer der größten PC-Hersteller der Welt. Das Unternehmen erzielte im vergangenen Geschäftsjahr, das im Oktober 2018 endete, einen Umsatz von rund 58 Milliarden US-Dollar.
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