Zu Besuch bei Math 42: Die Mathematiker-Entwicklerbude

Erst entwickelte er Schachcomputer, dann Suchalgorithmen. Jetzt hat Thomas Nitsche mit seinen Söhnen und seiner Frau die E-Learning-App Math 42 entwickelt, die mehr als 8 Millionen Euro wert ist. Wir haben sein Startup besucht, das nicht dem Klischee entspricht.

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Die E-Learning-App Math 42
Die E-Learning-App Math 42 (Bild: Cogeon)

Vor ein paar Tagen verkündete Apple stolz, 1,2 Millionen Arbeitsplätze seien bei Design und Entwicklung von iOS-Apps seit 2008 geschaffen worden. Neun davon sind beim Berliner Startup Cogeon, dem Unternehmen hinter der E-Learning-App Math 42. Sie erklärt Schülern und Studenten Matheformeln Schritt für Schritt und hat weltweit rund 1,8 Millionen Nutzer.

Inhalt:
  1. Zu Besuch bei Math 42: Die Mathematiker-Entwicklerbude
  2. Die Klett-Familie investiert
  3. Swift ändert vieles

Wer jetzt ein weiteres Klischee-Startup mit Büroräumen im dritten Hinterhof eines Berlin-Mitte-Altbaus erwartet, liegt falsch. Stattdessen: acht Schreibtische in einem großen Büroneubau mit weißen Wänden und grauem Boden in Charlottenburg, ein Konferenztisch mit Fernseher und zwei unscheinbare Sofas - sonst nichts. Keine Tischtennisplatte, keine Getränkekisten voller Club Mate und Bier. Die Alternative: Onlineschach und schwarzer Tee, der per Knopfdruck auf der Smartwatch gebrüht wird.

  • Die Gründerfamilie Nitsche (oben: Maxim und Raphael Nitsche, unten: Oxana und Thomas Nitsche) (Bild: Cogeon)
  • Math 42 (Bild: Cogeon)
  • Math 42 (Bild: Cogeon)
  • Math 42 (Bild: Cogeon)
  • Math 42 (Bild: Cogeon)
Die Gründerfamilie Nitsche (oben: Maxim und Raphael Nitsche, unten: Oxana und Thomas Nitsche) (Bild: Cogeon)

Spätestens jetzt wird klar: Das ist kein klassisches Startup. Und das weiß auch Thomas Nitsche, einer der vier Gründer: "Wir sind für ein Startup ein wenig komisch. Wir sind eher eine klassische Entwicklerbude, was besonders für die Berliner Szene ungewöhnlich ist."

Ungewöhnlich ist auch der Werdegang des jungen Unternehmens: Im Jahr 2010 hatte Maxim Nitsche, Thomas Nitsches Sohn, die Idee zu Math 42. Er hat mitbekommen, wie seine Mitschüler mit den Erklärungen der Lehrer nicht viel anfangen konnten und auch Mathebücher waren den schwächeren Schülern keine Hilfe. Seinen Bruder Raphael hatte er schnell von der Idee überzeugt. Der Vater war aber noch skeptisch: "Da musste ich richtig überzeugt werden: Ich habe weder einen Markt dafür gesehen noch hat mich die Idee so richtig überzeugt." Kurzerhand arbeiteten seine Söhne deswegen einen detaillierten Businessplan aus, mit genauer Analyse des potenziellen Markts: Immerhin wird in Deutschland fast eine Milliarde Euro für Nachhilfe jährlich ausgegeben - überwiegend in Mathematik. Spätestens diese Zahl überzeugte dann auch Thomas Nitsche: Mit der App können wir einen Nerv treffen.

Begeisterung für Zahlen liegt in der Familie

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Zusammen mit seiner Frau Oxana beschloss Thomas Nitsche, die Vision seiner Söhne umzusetzen, und gründete das Startup Cogeon - der Start von Math 42. Für Zahlen haben sich alle in der Familie schon immer begeistert: Thomas Nitsche studierte Mathematik und Spieltheorie und entwickelte später mit Elmar Henne den berühmten Schachcomputer Mephisto I. Und auch seine beiden Söhne begannen zumindest das Mathematik-Studium, Raphael bereits während der Schulzeit.

Diese Faszination für die Mathematik setzen die Gründer in ihrer App um: Ein Algorithmus zerlegt die Gleichung in ihre Bestandteile und löst sie Schritt für Schritt - mit schriftlichen Erklärungen, wie gerade vorgegangen wird. "Dabei kommt keine Schablone zum Einsatz, die erkennt: 'Ah, das ist eine quadratische Gleichung' und die Aufgabe dementsprechend löst", erklärt Thomas Nitsche.

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Die Klett-Familie investiert 
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HAL90000 10. Apr 2016

Für Android kann ich dir das Mathe-Spiel Math Musical Chairs empfehlen. Es kostet nichts...

HAL90000 10. Apr 2016

Für Android kann ich Math Musical Chairs empfehlen. Ein kleines Spiel wo man gegen die...

Heinzel 08. Apr 2016

An der Schule hatte ich das Problem weniger, da gabs auch immer wieder...

der_wahre_hannes 05. Apr 2016

Was genau hat "Open Source" jetzt mit "kostenlos" gemein? Warum?



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