Swift ändert vieles

In Zukunft wird sich aber noch vieles an Math 42 ändern: Eine Dienstleistung für B2B-Kunden soll hinzukommen. Dieser Prozess begann mit dem Umschreiben der App von Objective-C in Apples neue Programmiersprache Swift.

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"Wir saßen während der Swift-Präsentation auf der WWDC 2014 gespannt im Wohnzimmer und waren einfach begeistert: Endlich kommt Objective-C weg", erzählt Thomas Nitsche. "Objective-C fand ich immer ziemlich ungenießbar. Ich dachte immer: Scheiße, das wird sich niemals ändern. Ich dachte, da sitzt bei Apple diese Betonfraktion, die sich nicht umstimmen lässt und wir werden ewig das blöde Objective-C verwenden müssen."

"Swift ist an vielen Stellen für uns signifikant interessanter als alles, was es vorher gab. Genannt seien da die Optionals, das klare Konzept, wie mit Listen und Arrays umgegangen werden soll. Die Memory Allocation ist auch ein aus unserer Sicht gut umgesetzter Punkt", erklärt noch Markus Sähn, der letztendlich die App umgeschrieben hat.

"Wir haben uns gesagt: Math 42 schreiben wir um", sagte Nitsche. Ein Jahr hat Sohn Raphael dafür gebraucht, die über 80.000 Zeilen Code neu zu schreiben. Mit der Offenlegung des Swift-Quellcodes war dem Startup eine Portierung der App auf Linux ohne viel Aufwand gelungen: "Markus hat innerhalb von einer Woche geschafft, Math 42 auf Linux zum Laufen zu bringen. Darüber waren sogar die Apple-Mitarbeiter erstaunt."

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An Swift ist aber noch längst nicht alles gut, findet Nitsche: "Die Integration in XCode ist nicht so optimal gelöst. Es fehlt immer noch ein Refactor und erst recht ein ordentliche Debugger. Das ist oftmals einfach nur nervig. Ein Pretty Printer könnte ruhig auch noch integriert werden. Ich hätte gerne, dass ein Code auf Knopfdruck aussieht, wie man ihn haben möchte." Besonders anfangs gab es aber häufiger Probleme: "Die Performance der Entwicklungsumgebung ist besonders nach ein paar Tausend Codes nicht immer ideal. Da gibt es sicher noch Luft nach oben zum Optimieren."

"80.000 Codezeilen und flott wie nie"

Vor allem ist Nitsche aber über eines glücklich: die App-Performance. Über 80.000 Codezeilen habe zum jetzigen Zeitpunkt die App und sie sei so flott wie nie. Die Algorithmen zerlegen und lösen auch kompliziertere Gleichungen in wenigen Hundertstelsekunden. "Als die App noch mit Objective-C geschrieben war, ging das nicht ganz so flott", sagte Markus Sähn.

An Portierungen auf andere Plattformen wird gerade gearbeitet. "Mir gefällt nicht, wie Google mit gesammelten Daten umgeht, alles, was ich erstelle, gehört irgendwie denen. So wirklich kommen wir an Android als Plattform aber auch nicht vorbei, immerhin ist das ein riesiger Markt, den wir bisher nicht für uns erschlossen haben", erklärt Thomas Nitsche. Dies sei auch der Grund, warum eine Portierung erst so spät erfolge.

Jetzt kommen die B2B-Kunden

Kurz vor Veröffentlichung steht dagegen bereits die Web-App und damit auch die Plattform für B2B-Kunden: Besonders Schulbuchverlage sollen mit dem neuen Dienst ihre digitalisierten Mathebücher und -Apps erweitern können. Formeln in Büchern können einfach mit der Math-42-Web-App verlinkt werden, so dass Schüler die Gleichungen detailliert zerlegt noch einmal erklärt bekommen können, ohne selbst ein Math-42-Abo zu benötigen.

Aktuell befindet sich diese Lösung allerdings noch in der Beta, erste Schulbuchverlage - besonders in den USA - zeigen aber bereits Interesse. Und weitere E-Learning-Lösungen sollen noch folgen, vielleicht schon in diesem Jahr. Genügend Ideen hat die Nitsche-Familie auf jeden Fall.

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 Die Klett-Familie investiert
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HAL90000 10. Apr 2016

Für Android kann ich dir das Mathe-Spiel Math Musical Chairs empfehlen. Es kostet nichts...

HAL90000 10. Apr 2016

Für Android kann ich Math Musical Chairs empfehlen. Ein kleines Spiel wo man gegen die...

Heinzel 08. Apr 2016

An der Schule hatte ich das Problem weniger, da gabs auch immer wieder...

der_wahre_hannes 05. Apr 2016

Was genau hat "Open Source" jetzt mit "kostenlos" gemein? Warum?



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