ZTE: Exportsperre lässt Smartphone-Fertigung zusammenbrechen

Große Teile der Geschäftsaktivitäten wurden von ZTE eingestellt(öffnet im neuen Fenster) . Der Netzwerkausrüster kann aufgrund eines Exportverbots von US-Unternehmen auf ZTE nicht mehr auf wichtige Komponenten zugreifen. Damit ist die Smartphone-Sparte nicht mehr in der Lage, Geräte mit zahlreichen Chips zu bestücken.
Die Sperre der USA bestraft ZTE wegen Handelsverstößen bei der Exportsperre gegen den Iran . ZTE hatte damals die Verstöße zugegeben und eine Strafe gezahlt. Daraufhin wurden weitere Strafen zur Bewährung ausgesetzt. Falsche Angaben während der Einigung sind laut den USA der Auslöser für die derzeitige Handelssperre. So haben ZTE-Mitarbeiter entgegen den Aussagen von ZTE noch keine Reduzierungen der Bonuszahlungen hinnehmen müssen, so Ars Technica. Es geht vor allem darum, dass ZTE während der Verhandlungen zur Strafzahlung die USA belogen haben soll. ZTE hat über eine Milliarde US-Dollar an Strafen bezahlt.
Für sieben Jahre muss das Unternehmen deswegen auf US-Komponenten verzichten, die essentiell für ZTE sind. Wie Ars Technica berichtet(öffnet im neuen Fenster) betrifft das rund 25 Prozent der notwendigen Bauteile.
Aufgrund der Größe des Unternehmens wird allerdings auch der US-Chipentwickler Qualcomm indirekt bestraft. Laut Ars Technica ist ZTE in den USA die Nummer 4 im Smartphone-Markt, in China sogar Nummer 2. ZTE versucht derweil noch mit den USA zu verhandeln.