ZTE: Chinesischer Konzern baut Videoüberwachung in Südamerika aus

30 Millionen US-Dollar zahlt Argentinien für ein regionales Videoüberwachungssystem, das vom chinesischen Unternehmen ZTE stammt. Die Chinesen wollen dies als Ausgangspunkt für eine Expansion auf dem südamerikanischen Markt nutzen. Kritik kommt aus den USA.

Artikel veröffentlicht am ,
Überwachung made in China
Überwachung made in China (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Der chinesische Technologiekonzern ZTE hat einen Vertrag über 30 Millionen US-Dollar mit der Regionalregierung der argentinischen Provinz Jujuy abgeschlossen. Das Unternehmen stellt Sicherheitskameras auf, die den öffentlichen Raum überwachen sollen. Damit will die Regierung laut der Nachrichtenagentur Reuters die Straßenkriminalität verringern. ZTE stellt neben Kameras auch Datenzentren und eine entsprechende Mobilfunkinfrastruktur auf.

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Der US-Regierung scheint diese Expansion nicht zu gefallen. Reuters zitiert eine Sprecherin mit den Worten: "China sammelt Daten und nutzt diese in einem bisher nicht dagewesenen Ausmaß aus. Das Land nutzt diese Informationen, um Korruption und allumfassende Überwachung zu verbreiten und Aufruhr zum Schweigen zu bringen", sagte sie. Dabei könne die US-Regierung bisher keine handfesten Beweise vorlegen, die diese Aussage untermauern würden, schreibt Reuters. Derweil versuchten Argentinien und China, moralische Fragen bezüglich ausführlicher Überwachung nicht zu beantworten.

China will in Südamerika expandieren

Die USA befürchten wohl, dass sich ZTE - als augenscheinlicher Repräsentant Chinas - in Argentinien und generell in Südamerika durch solche kleinen Projekte schnell verbreiten könnte. Dieses Ziel hat das Land nach eigenen Aussagen auch: China will das Projekt laut Reuters als Ausgangspunkt für eine Expansion nutzen und andere Städte ermutigen, eine ähnliche Technik zu adaptieren.

In China und in den USA werden teils experimentelle Überwachungstechniken eingesetzt, die auf beiden Seiten Aufsehen erregen könnten. Konzerne wie Amazon bieten beispielsweise Gesichtserkennung an Behörden an, die noch nicht vollständig ausgereift ist. In China werden Machine-Learning-Systeme etwa zum Erkennen von Verlierern in Casinos eingesetzt.

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Sharra 09. Jul 2019

Derzeit hat die Rechtsstaatlichkeit der USA leider auch sehr viel Abbau-Potential. Und...

User_x 09. Jul 2019

Brauchst der Meute aber nur mit Sicherheit für Leib und Leben kommen, schon wird damit...

AllDayPiano 09. Jul 2019

Es braucht nicht noch mehr Kriminalisierung in Süd Amerika, sondern Perspektive. Weil...

CHU 08. Jul 2019

... der Hauptstadt der Videoüberwachung. Ist es mir entgangen oder wurde da auch was dazu...



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